Stromausfall: Liefert die Solaranlage noch Energie
Viele Haushalte nutzen heute Photovoltaik, um weniger vom Stromversorger abhängig zu sein und Kosten zu sparen. Doch wer glaubt, dass die Anlage bei einem Stromausfall automatisch weiter Strom liefert, irrt sich oft. Standard-Anlagen sind mit dem öffentlichen Netz verbunden. Wenn dieses Netz ausfällt, schalten sich die Anlagen automatisch ab.
Laut Sigrid Goldbrunner von der Verbraucherzentrale Bayern bleiben die meisten Haushalte deshalb auf den Anschluss an das Stromnetz angewiesen. Die Stromproduktion schwankt je nach Tages- und Jahreszeit zu stark, um völlig unabhängig zu sein.
Wer trotzdem bei einem Netzausfall Strom haben will, braucht eine spezielle Technik. Wichtig sind dabei ein passender Wechselrichter, der ohne das öffentliche Netz funktioniert, eventuell eine Umschalteinrichtung und am besten ein Batteriespeicher.
Es gibt zwei verschiedene Lösungen: Die Notstromfunktion bietet oft nur eine einzelne Backup-Steckdose am Wechselrichter. Das reicht für Licht oder zum Handy-Laden, ist aber in der Leistung begrenzt. Bei vielen modernen Anlagen ist das schon eingebaut. Die Ersatzstromversorgung hingegen versorgt größere Teile des Hauses automatisch weiter. Das erfordert jedoch eine spezielle Umschalttechnik und kostet mehr Geld.
Wer diese Funktionen nutzen möchte, sollte das bereits bei der Planung der Anlage beachten oder prüfen lassen, ob ein Nachrüsten möglich ist.
Wer weitere Informationen wünscht, kann die kostenfreie Hotline unter 0800 – 809 802 400 anrufen oder die Webseite verbraucherzentrale-energieberatung.de besuchen. Die Beratung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.
Quelle: Pastetten – zur Originalmeldung