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Straßenbahn nach Walldorf: Eine Chance bleibt übrig

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Eine Studie hat geprüft, ob die Straßenbahn aus Heidelberg wieder in die Region kommen kann. Nur eine einzige Variante ist derzeit finanziell denkbar.

In Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) wird darüber diskutiert, ob die Stadt wieder einen Schienenanschluss bekommt. Jens Wilkes von der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH und Sabine Schmitt vom Landratsamt haben dem Gemeinderat die Ergebnisse einer aktuellen Studie vorgestellt. Es wurde untersucht, ob eine Verlängerung der Straßenbahn von Heidelberg über Leimen und Nußloch technisch machbar ist und ob der Staat Geld dafür bezahlen würde.

Zuerst wurden sechs verschiedene Wege geprüft, darunter auch große Ringlinien, die direkt durch Walldorf führen sollten. Doch diese Pläne scheiterten an der Wirtschaftlichkeit. Die Kosten waren zu hoch im Vergleich zum Nutzen. Damit waren diese Varianten vom Tisch.

In einer zweiten Runde wurden zwei weitere Möglichkeiten geprüft. Nur eine einzige Strecke sieht gut aus: Die Linie von Heidelberg über Leimen und Nußloch nach Wiesloch mit dem Endpunkt am Bahnhof Wiesloch-Walldorf. Diese Variante hat einen positiven Wert von 1,15 und könnte deshalb staatliche Fördergelder bekommen. Würde man die Schienen vom Bahnhof aus weiter in die Stadt Walldorf führen, würde die Rechnung nicht mehr aufgehen.

Die Strecke bis zum Bahnhof wäre etwa 13,5 Kilometer lang. Die Kosten liegen nach heutigem Stand bei rund 220 Millionen Euro. Wenn es zum Bau kommt, würde das Projekt etwa acht bis zehn Jahre dauern. Laut den Planern gibt es für diese Verbindung eine starke Nachfrage.

Trotzdem ist die Stimmung im Gemeinderat verhalten. Die CDU spricht von einer geringen Wahrscheinlichkeit, dass die Bahn wirklich kommt. Die SPD und die Grünen befürworten die Schienenbahn aus ökologischen Gründen, wollen aber nicht, dass dafür Buslinien gestrichen werden. Die FDP erinnert zudem an die Idee einer Menschen-Seilbahn für das Industriegebiet.

Ob das Projekt wirklich startet, ist noch völlig offen. Sabine Schmitt betonte, dass alle beteiligten Gemeinden an einem Strang ziehen müssen. Zuerst müssen die Kommunen besprechen, wie es weitergeht. Dann wird Schritt für Schritt geprüft, ob die Finanzierung steht.

Quelle: Walldorf – zur Originalmeldung

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