Stolberg bezahlt Hausbäume für private Grundstücke
In Stolberg (Nordrhein-Westfalen) soll es grüner werden. Die Stadt startet deshalb das Programm „Hausbäume für Stolberg“. Das Ziel ist einfach: Mehr Bäume in den Vorgärten und direkt am Haus sollen das Stadtbild aufwerten und die Luft verbessern.
Die Stadt übernimmt dabei die kompletten Kosten für den Jungbaum, der bis zu drei Meter hoch sein darf. Auch für die fachgerechte Pflanzung durch eine Firma muss man nicht selbst aufkommen. Die Bürger können sich den passenden Baum aus einer vorgegebenen Pflanzliste aussuchen.
Besonders in den dicht bebauten Teilen der Stadt ist das wichtig, weil versiegelte Flächen im Sommer stark aufheizen. Bäume spenden Schatten, kühlen die Umgebung durch Verdunstung und bieten Vögeln sowie Insekten einen Platz zum Leben. Da die Stadt selbst kaum noch Platz für neue öffentliche Pflanzungen hat, setzt sie nun auf die privaten Grundstücke.
Es gibt allerdings Bedingungen: Der Standort muss passen und man muss sich verpflichten, den Baum für mindestens 15 Jahre zu pflegen und zu erhalten. Wer ohnehin gesetzlich dazu verpflichtet ist, einen Baum zu pflanzen – zum Beispiel als Ersatz nach der Baumschutzsatzung – bekommt keine Förderung.
Falls zu viele Anträge eingehen, entscheidet die Stadt nach der Wirkung auf das Stadtklima. Ein Pluspunkt ist es, wenn für den Baum zusätzlich eine versiegelte Fläche (wie zum Beispiel Steinplatten) entfernt wird.
Interessierte können den Antrag ab sofort über das Serviceportal der Stadt stellen. Dort finden sich auch die Pflanzliste, die genauen Richtlinien und Tipps zur Pflege der Bäume.
Quelle: Stolberg – zur Originalmeldung