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Steinheim an der Murr baut riesigen Wärmespeicher

Copyright und Urheber siehe Steinheim an der Murr

Neben der Heizzentrale wächst ein massiver Stahlturm in den Himmel. Er soll die Wärmeversorgung in der Stadt effizienter und günstiger machen.

In Steinheim an der Murr (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg) gibt es derzeit eine besondere Baustelle. Direkt neben der Heizzentrale entsteht ein neuer Wärmespeicher für das örtliche Wärmenetz. Seit Anfang August wird dort gearbeitet, und das Bauwerk wächst nun sichtbar in die Höhe.

Der Speicher ist ein technisches Projekt: Er wird auf einem kreisrunden Fundament errichtet und hat ein Volumen von 600 Kubikmetern. Das Besondere ist die Bauweise. Die Arbeiter bauen den Behälter von oben nach unten auf. Zuerst wurden die obersten zwei Meter der Wand gebaut und der Deckel mit einem Durchmesser von 7,8 Metern montiert. Jetzt kommt eine Spezialmaschine zum Einsatz. Sie formt die Wand aus einem 50 Zentimeter hohen Stahlband spiralförmig nach oben. Wenn alles nach Plan läuft, erreicht der Turm bereits im September seine volle Höhe von 14,6 Metern.

Nachdem der Speicher steht, wird er fest mit dem Fundament verbunden. Dann folgt ein wichtiger Test, um zu prüfen, ob der Behälter wirklich dicht ist. Damit die Wärme nicht verloren geht, bekommt der Speicher eine 30 Zentimeter dicke Dämmung und eine Verkleidung aus Trapezblech. Damit das Ganze optisch nicht zu kahl wirkt, werden zwei Graffiti-Künstler die Außenfläche individuell gestalten.

Das Ganze hat einen praktischen Nutzen für die Stadt. Der Speicher funktioniert wie eine riesige Batterie für Wärme. Er sammelt überschüssige Energie von verschiedenen Quellen. So kann zum Beispiel die Wärme von der Solarthermie an sonnigen Tagen für die Nacht oder für Regenwetter aufbewahrt werden. Auch die Luft-Wärmepumpe kann so besser genutzt werden: Sie produziert Wärme dann, wenn der Strom günstig ist, und lagert sie für teurere Zeiten ein. Zudem muss der Hackschnitzelkessel nicht mehr so oft an- und ausgeschaltet werden, was die Anlage schont und die Abgase reduziert.

Für die Bewohner im betroffenen Quartier gibt es jetzt eine wichtige Information: Wer sich noch nicht an das Wärmenetz angeschlossen hat, sollte das schnell tun. Später wird der Anschluss deutlich teurer sein. Wer Hilfe braucht, kann sich kostenlos beraten lassen. Der Sanierungsmanager Florian Kamp ist dafür zuständig. Er ist unter der Telefonnummer 07144 263-249 erreichbar. Wer niemanden erreicht, soll eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, dann erfolgt ein Rückruf.

Quelle: Steinheim an der Murr – zur Originalmeldung

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