Steinebrück: Bundespolizei vollstreckt zwei Haftbefehle
Die Bundespolizei führte am Dienstag am Grenzübergang Steinebrück (BAB 60) Kontrollen durch. Dabei stießen die Beamten auf zwei Männer, gegen die Haftbefehle vorlagen.
Der erste Fall ereignete sich am Morgen. Ein 35-jähriger Slowake reiste aus Belgien ein. Bei der Kontrolle kam heraus, dass die Staatsanwaltschaft Gera einen Haftbefehl wegen Straßenverkehrsgefährdung ausgestellt hatte. Der Mann zahlte eine Geldstrafe von 1.450 Euro direkt vor Ort. Danach durfte er seine Fahrt fortsetzen.
Am Mittag kontrollierten die Polizisten dann einen 52-jährigen Spanier. Auch gegen ihn lag ein Haftbefehl vor, diesmal von der Staatsanwaltschaft Heilbronn wegen eines Verkehrsdeliktes. Zuerst konnte der Mann den geforderten Betrag nicht bezahlen. Die Beamten nahmen ihn fest und brachten ihn in Richtung einer nahen Justizvollzugsanstalt.
Auf dem Weg ins Gefängnis änderte sich die Situation. Der 52-Jährige behauptete plötzlich, dass er die Geldstrafe und die Kosten bereits bezahlt habe. Er zeigte den Beamten den entsprechenden Nachweis auf seinem Handy. Nachdem die Polizei dies geprüft hatte, wurde der Mann wieder am Grenzübergang Steinebrück freigelassen.
Ob und inwieweit sich die Männer in anderen Punkten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.