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Stadtwald Neustadt bringt gute Einnahmen

Foto: Stadt Neustadt (Hessen)

Die Stadt Neustadt (Hessen) zieht Bilanz über ihren Wald: Trotz vieler kranker Bäume gab es hohe Erlöse und eine neue Windkraftanlage.

Im Stadtwald von Neustadt (Hessen) wurde im Jahr 2025 viel gearbeitet. Insgesamt haben die Forstleute 5.934 Festmeter Holz geerntet. Das ist deutlich mehr, als eigentlich geplant war. Der Grund dafür ist, dass viele Bäume krank sind. Ganze 61 Prozent des geernteten Holzes waren sogenanntes Schadholz. Vor allem Buchen und Kiefern leiden immer noch unter den trockenen Jahren der Vergangenheit. Auch die Eschen sind durch das sogenannte Triebsterben bedroht.

Einige Bäume ließ man jedoch absichtlich stehen. So blieben 710 Festmeter abgestorbene Buchen im Wald. Das machen die Forstleute zum Schutz des Bodens und damit die Arbeiter sicher im Wald unterwegs sind.

Finanziell lief es für die Stadt sehr gut. Die Einnahmen aus dem Wald beliefen sich auf rund 475.000 Euro. Das ist viel mehr, als man erwartet hatte. Ein Grund dafür war, dass man das kranke Holz entgegen früherer Erfahrungen wieder zu guten Preisen verkaufen konnte. Ein Großteil wurde über die Forstwirtschaftliche Vereinigung Vogelsberg-Burgwald verkauft. Außerdem wurde viel Brennholz direkt für die Leute vor Ort bereitgestellt, was ebenfalls gute Erlöse brachte.

Nach Abzug der Betriebskosten, die bei etwa 280.000 Euro lagen, blieb ein Gewinn von rund 195.000 Euro übrig. Geholfen haben dabei auch Fördergelder: 90.000 Euro flossen in die Erhaltung des Waldes und weitere 46.000 Euro aus dem Land kamen für den Bau von Wegen dazu.

Für zusätzliche Einnahmen sorgt nun ein neues Projekt: Im Stadtwald wurde die erste Windenergieanlage mit dem Namen „Trillrodt“ in Betrieb genommen.

Neben dem Geld geht es der Stadt auch um die Natur. Auf Flächen, auf denen früher Bäume durch Schädlinge oder Stürme gestorben waren, wachsen nun wieder neue Bäume. Entweder wurden klimastabile Arten gepflanzt oder die Natur hat es selbst geregelt. In der nächsten Zeit will die Stadt diese jungen Bäume besonders pflegen.

Bürgermeister Thomas Groll ist mit den Ergebnissen zufrieden. Er betont jedoch, dass der Wald nicht nur eine Geldquelle sei, sondern auch ökologisch wichtig ist. Die Zusammenarbeit mit Hessenforst und dem zuständigen Revierförster Klaus Schild lief nach Angaben des Bürgermeisters gut.

Quelle: Neustadt – zur Originalmeldung

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