Stadt Nürnberg erklärt Datenschutz im Internet
Wer die Internetseiten der Stadt Nürnberg (Bayern) besucht, hinterlässt digitale Spuren. Die Stadt hat nun detailliert aufgeschrieben, was mit diesen Informationen passiert. Grundsätzlich werden auf den Servern der Stadt keine IP-Adressen oder persönlichen Daten einfach so mitgeschrieben. Es werden nur anonyme Daten gesammelt, zum Beispiel wann jemand welche Seite aufgerufen hat oder welchen Browser er benutzt. Das hilft der Stadt, die Seiten besser zu machen.
Um die Webseiten vor Hackerangriffen zu schützen, arbeitet die Stadt mit der Firma Myra Security aus München zusammen. Diese Firma sorgt dafür, dass die Daten sicher verschlüsselt übertragen werden. Damit das funktioniert, muss die IP-Adresse des Besuchers an Myra übermittelt werden. Diese Daten werden für sechs Monate gespeichert und danach gelöscht, außer es gab einen Cyberangriff, den man nachverfolgen muss.
Auch Cookies kommen zum Einsatz. Es gibt notwendige Cookies, ohne die die Seite nicht funktioniert. Bei anderen Cookies können die Nutzer selbst entscheiden, ob sie diese zulassen wollen. Für die Statistik nutzt die Stadt die Software Matomo. Auch hier bleiben die Daten anonym, und es werden keine Informationen an Dritte weitergegeben.
Besondere Regeln gelten für die Kommunikation. Wer eine E-Mail schreibt, tut dies meist unverschlüsselt. Die Stadt rät deshalb dazu, die gesicherten Kontaktformulare zu nutzen. Für sensible Unterlagen gibt es die Plattform FTAPI. Dort werden Daten so lange gespeichert, wie es gesetzlich nötig ist. Ein Benutzerkonto wird automatisch gelöscht, wenn man sich 380 Tage lang nicht eingeloggt hat.
Neu ist zudem ein KI-Telefonassistent. Dieser hilft bei Anfragen und kann Termine oder Links per Textnachricht schicken. Die Technik kommt von der Firma VITAS. Die Sprachaufnahmen und Chatverläufe werden bis zu sechs Monate gespeichert, um den Service zu verbessern. Die Daten werden aber nicht benutzt, um die KI-Modelle zu trainieren.
Die Stadt ist zudem auf vielen sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder YouTube aktiv. Hier weist die Stadt darauf hin, dass die Nutzer diese Dienste auf eigene Verantwortung nutzen. Da die Server dieser Netzwerke oft in den USA stehen, können die Daten dort nach anderen Regeln verarbeitet werden als in Europa.
Wer Fragen zu seinen Daten hat, kann sich an den behördlichen Datenschutz am Rathausplatz 2 in Nürnberg wenden. Die Stadt betont, dass alle Mitarbeiter zur Verschwiegenheit verpflichtet sind.
Quelle: Nürnberg – zur Originalmeldung