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St. Wendel: Polizei jagt Raser und Poser

Nach vielen Beschwerden von Bürgern ging die Verkehrspolizei in St. Wendel gegen die Tuner-Szene vor. Die Bilanz der Nacht ist lang: Alkoholfahrten, Drogen und illegale Rennen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag war in St. Wendel (Saarland) einiges los. Viele Anwohner hatten sich bei der Polizei über Lärm und rasante Fahrweisen beschwert. Deshalb rückte die Verkehrspolizei mit einer speziellen Gruppe gegen Raser, Poser und Tuner aus. Zwischen 18:30 Uhr und 01:00 Uhr kontrollierten die Beamten an der Innenstadt insgesamt zwölf Autos und deren Insassen.

Die Beamten fanden dabei eine Menge Verstöße. Fünf Fahrer mussten eine Anzeige wegen zu viel Lärm hinnehmen. Bei sechs anderen war die Fahrweise so riskant, dass die Polizei die Fahrerlaubnisbehörde informiert hat. Die Beamten bezweifeln nämlich, dass diese Leute überhaupt geeignet sind, ein Auto zu führen. In fünf Fällen war die Sache so ernst, dass die Fahrer ihre Autos sofort stehen lassen mussten und nicht weiterfahren durften.

Auch Drogen und Alkohol spielten eine Rolle. Zwei Menschen hatten wohl getrunken oder Cannabis geraucht und steuerten so ihre Wagen. Ein Fahrer war sogar so betrunken, dass die Polizei ihm eine Blutprobe entnahm und ihn wegen Trunkenheit im Verkehr anzeigte. Drei andere Fahrer hatten gar keinen Führerschein. Zudem gibt es einen Verdacht auf ein verbotenes Autorennen, wofür eine Strafanzeige geschrieben wurde.

Nicht nur auf der Straße gab es Ärger. Am großen Parkplatz beim Skaterpark sprachen die Polizisten insgesamt 21 Menschen an. Wegen verschiedener Verstöße bekamen sie einen Platzverweis und mussten den Ort verlassen. Die Beamten machten den Leuten zudem klar, dass ihr Verhalten nicht akzeptabel ist.

Die kontrollierten Fahrer waren zwischen 25 und 40 Jahre alt. Sie kamen nicht nur aus der Region, sondern teilweise auch aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz. Ob und inwieweit sich die Beschuldigten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Landespolizeidirektion Saarland – zur Originalmeldung

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