Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle gefunden
Am Flughafen Leipzig/Halle (Sachsen) kam es zu einem gefährlichen Sicherheitsvorfall. Dort wurde eine Drohne gefunden, die offenbar mit einer Sprengvorrichtung ausgestattet war. Das Fluggerät war in den Sicherheitsbereich des Flughafens gelangt.
Um die gefährliche Situation zu beherrschen, arbeiteten die sächsische Polizei, das Landeskriminalamt Sachsen und Spezialkräfte der Bundespolizei eng zusammen. Die Beamten mussten die Drohne sehr vorsichtig untersuchen und sichern, da die Sprengvorrichtung ein hohes Risiko darstellte.
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) wertet diesen Fund als schwerwiegendes Warnsignal. Laut BDK-Bundesvorsitzende Dirk Peglow seien Drohnen längst keine theoretische Gefahr mehr. Sie könnten für Sabotage, zum Ausspionieren oder eben als Transportmittel für Sprengstoff genutzt werden.
Die Situation ist laut BDK besorgniserregend. Allein im Jahr 2025 gab es bundesweit mehr als 1.200 Sichtungen von verdächtigen Drohnen. Das sind im Schnitt mehr als drei Vorfälle pro Tag. Oft wird dadurch auch der Flugverkehr behindert.
Der BDK fordert deshalb, dass der Schutz von Flughäfen, Häfen und Energieanlagen schnell verbessert wird. Es fehle oft an der richtigen Technik und an klaren Gesetzen, damit die Polizei im Ernstfall schnell entscheiden und handeln kann, um eine bewaffnete Drohne zu stoppen.
Aktuell wird noch untersucht, woher die Drohne kam, wer sie gesteuert hat und was das Ziel des Angriffs war. Vor Spekulationen über die Täter warnt der BDK ausdrücklich. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) – zur Originalmeldung