Speyer öffnet das Altpörtel wieder
Das Altpörtel ist zurück. Seit 2020 war das ehemalige westliche Stadttor geschlossen, doch ab Mittwoch, dem 2. September 2026, können Bürger und Touristen das Wahrzeichen wieder betreten. Viele Menschen in Speyer haben eine persönliche Verbindung zu dem Gebäude, oft reichen die Erinnerungen bis in die eigene Kindheit zurück.
Damit das Gebäude wieder öffnen konnte, mussten teure Arbeiten erledigt werden. Insgesamt kostete die Sanierung rund 495.000 Euro. Im Mittelpunkt stand der Brandschutz: Es wurden eine neue Brandmeldeanlage, eine Notbeleuchtung und spezielle Rauchschürzen eingebaut. Auch die Elektrik wurde komplett überarbeitet und durch moderne LED-Leuchten ersetzt. Nebenbei wurde der Dachstuhl gründlich von Taubendreck befreit und die alte Heizung im Trausaal ausgebaut.
Wer das Altpörtel besucht, hat einen tollen Blick über die Stadt. Von oben sieht man die Gedächtniskirche, das Technik Museum und den Rhein. Sogar das Hambacher Schloss und die Villa Ludwigshöhe sind in der Ferne zu erkennen.
Es gibt jedoch eine wichtige Regel: Wegen des Brandschutzes dürfen maximal 15 Menschen gleichzeitig im Turm sein. Deshalb gibt es feste Zeitfenster für den Besuch. Man kann entweder alleine hochgehen, eine öffentliche Führung machen oder als Gruppe buchen. Von April bis Oktober gibt es individuelle Besuche mittwochs und freitags nachmittags sowie samstags vormittags. Die Besuche dauern 30 Minuten, Führungen etwa 45 Minuten.
Tickets kosten für Einzelpersonen 5 Euro (ermäßigt 3,50 Euro), die Familienkarte liegt bei 13,50 Euro. Wer eine Führung mitnehmen will, zahlt 7 Euro (ermäßigt 5 Euro), für Familien kostet dies 19 Euro. Kinder bis sechs Jahre kommen kostenlos rein. Buchen kann man die Termine online unter visitspeyer.de oder direkt in der Tourist-Information. Spontane Besuche klappen nur, wenn noch Plätze frei sind.
Passend zur Eröffnung gibt es in der Tourist-Information auch wieder den Speyerer Null-Euro-Schein als Sammlerstück. Darauf ist das Altpörtel aus der Sicht der Maximilianstraße abgebildet.
Quelle: Speyer – zur Originalmeldung