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Speyer: Große Blutbuche am Spielplatz Spinne muss weichen

Copyright und Urheber siehe Speyer

Ein markanter Baum im unteren Domgarten ist morsch und gefährlich geworden. In den nächsten Wochen muss die riesige Blutbuche gefällt werden.

Im unteren Domgarten in Speyer (Rheinland-Pfalz) steht ein Baum, den viele kennen: Eine riesige Blutbuche, über 28 Meter hoch und mit einem Stammumfang von fast vier Metern. Doch nun ist die Zeit für den Baum abgelaufen. Die Stadt muss ihn in den kommenden Wochen fällen, weil er eine Gefahr für die Menschen vor Ort darstellt.

Die Stadtverwaltung hatte den Baum schon seit Jahren genau im Blick und regelmäßig gemessen. Zuerst machten sich Pilze an den Wurzeln zu schaffen. Doch bei der letzten Untersuchung am 25. Juni 2026 kam das schlechte Ergebnis: Schadpilze haben den Stammfuß massiv zerfressen. Der Baum ist nicht mehr stabil und könnte jederzeit brechen. Zudem stirbt die Krone bereits ab, und der Baum hat keine Kraft mehr, sich selbst zu heilen.

Besonders kritisch ist die Lage, weil die Buche direkt am Spielplatz „Spinne“ und an den Liegewiesen steht. Dort sind immer viele Kinder und Familien unterwegs. Experten hatten zwar vorgeschlagen, die Krone um sechs Meter zu kürzen, um den Baum vielleicht bis zum Spätherbst zu retten. Die Stadt will dieses Risiko aber nicht eingehen. Ein Rückschnitt würde die Gefahr für die spielenden Kinder nicht dauerhaft bannen.

Bevor die Sägen starten, prüfen Experten noch, ob geschützte Tiere wie Vögel oder Fledermäuse in der Krone wohnen. Erst nach dieser Artenschutz-Prüfung wird gefällt. Die genauen Termine für die Arbeiten werden noch bekannt gegeben. Während der Fällung wird es im Bereich des Spielplatzes zeitweise Absperrungen geben.

Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler sagte, dass der Verlust des Baumes schmerze, die Sicherheit der Menschen aber Vorrang habe. Damit der Garten nicht kahl bleibt, ist bereits eine Ersatzpflanzung an der gleichen Stelle geplant.

Quelle: Speyer – zur Originalmeldung

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