Speyer: Ausstellung gegen sexualisierte Gewalt für Kinder
Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen passiert oft im Geheimen. Um das Thema sichtbarer zu machen, kommt die Wanderausstellung „Kunst gegen Missbrauch“ nach Speyer (Rheinland-Pfalz). Zu sehen ist sie vom 7. September bis zum 24. Oktober 2026 in der Maximilianstraße 99.
Die Ausstellung setzt auf Kunst statt auf Schockbilder. Fotografien von Felicitas Yang und Armando Milano zeigen ganz normale Orte, an denen sich junge Menschen bewegen. Es sind keine Täter oder Taten zu sehen. Das soll die Besucher dazu bringen, darüber nachzudenken, was an eigentlich sicheren Orten passieren kann. Zusätzlich zeigt der Künstler Julius Wolf seine Werke. Er selbst wurde als Kind Opfer sexualisierter Gewalt und bringt so eine persönliche Perspektive in die Schau ein.
Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, den 7. September, um 18 Uhr durch Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst. Danach gibt Julius Wolf einen Einblick in das Konzept der Ausstellung. Wer danach vorbeikommen möchte: Die Türen sind mittwochs von 16 bis 18.30 Uhr und samstags von 14 bis 17 Uhr offen.
Parallel zur Kunst gibt es fünf kostenlose Veranstaltungen, für die man sich anmelden muss. Am 16. September gibt es im Sophie-La-Roche-Haus (Maximilianstraße 99) ein Q&A zu den Hilfsangeboten vor Ort. Am 23. September geht es im Historischen Ratssaal im Rathaus (Maximilianstraße 12) um sexuelle Bildung als Schutzmaßnahme mit pro familia Ludwigshafen.
Weiter geht es am 30. September im Rathaus mit einem Abend über die Aufarbeitung von Gewalt, unter anderem mit einem Projekt der Universität Mannheim zum Bistum Speyer. Am 7. Oktober folgt ein Workshop für Verantwortliche aus Vereinen und Kommunen, in dem es um wirksame Schutzkonzepte geht. Zum Abschluss besucht am 14. Oktober die neue Landesbeauftragte gegen sexualisierte Gewalt, Anette Diehl, das Rathaus und stellt ihre Arbeit vor.
Die Gleichstellungsstelle der Stadt organisiert die Ausstellung zusammen mit der Evangelischen Kirche der Pfalz, dem Bistum Speyer und dem Frauennotruf Speyer. Alle Infos und die Anmeldung laufen über die Seite www.speyer.de/kunst-gegen-missbrauch.
Quelle: Speyer – zur Originalmeldung