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Sonderausstellung zum jüdischen Leben im Barockschloss Delitzsch

Im Museum Barockschloss Delitzsch wird bis November die Geschichte der jüdischen Gemeinde gezeigt. Für den Herbst sind weitere Veranstaltungen geplant.

Im Museum Barockschloss Delitzsch (Sachsen) gibt es derzeit eine Sonderausstellung zum Thema „Jüdisches Leben in Delitzsch“. Die Schau läuft noch bis zum 1. November 2026 und ist Teil des sächsischen Themenjahres zur jüdischen Kultur.

Die Ausstellung zeigt, wie jüdische Menschen in der Stadt lebten, wo sie arbeiteten und wo sie beteten. Ein wichtiger Teil ist die Geschichte der Synagogengemeinde, die 1861 gegründet wurde. Auch die dunklen Stunden, wie die Ereignisse vom 9. November 1938, werden thematisiert. Ein besonderes Highlight ist ein großes Modell der ehemaligen Andachtshalle. Damit wird der jüdische Friedhof vor den Toren der Stadt anschaulich gemacht, da dieser normalerweise nicht öffentlich zugänglich ist.

Museumsleiter Jürgen Geisler berichtet, dass die Besucher sehr interessiert sind. Viele Gäste tragen positive Eindrücke in das Gästebuch ein. So lobten Besucher etwa die Liebe zum Detail oder die emotionale Wirkung der Ausstellung.

Für die letzte Phase der Ausstellung gibt es noch drei feste Termine im Herbst: Am 29. September um 19 Uhr geht es um die Shoah und die DDR. Am 7. Oktober findet ebenfalls um 19 Uhr eine Diskussionsrunde unter dem Motto „Tacheles reden!“ statt. Zum Abschluss gibt es am 29. Oktober ab 18 Uhr eine Finissage mit Musik und Lyrik.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich im Museum Barockschloss.

Quelle: Delitzsch – zur Originalmeldung

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