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So rüstet die Feuerwehr Trier für Waldbrände auf

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Spezial-Boxen, Drohnen und Training in Kroatien: Die Feuerwehr in Trier setzt alles daran, Brände im Wald schnell zu stoppen.

Wenn es im Wald brennt, reicht ein normales Löschauto oft nicht aus. Deshalb hat die Feuerwehr in Trier (Rheinland-Pfalz) ein spezielles Konzept entwickelt. In der Feuerwache 2 in Ehrang stehen sogenannte Waldbrandboxen bereit. Darin liegt alles, was man in unwegsamem Gelände braucht: Schläuche, Verteiler, Strahlrohre, Sandschaufeln und eine sogenannte Feuerpatsche, mit der man kleine Flammen ausschlagen kann. Damit die Retter auch in steilen oder dichten Wäldern vorankommen, nutzen sie Löschrucksäcke und leichte Schutzkleidung, die nicht so schwer ist wie die normale Ausrüstung für Hausbrände.

Auch beim Fuhrpark gibt es Spezialgeräte. Ein Unimog-Tanklöschfahrzeug kommt fast überall durch. Zudem gibt es zwei Pulvertanklöschfahrzeuge und neue, geländegängige Kommandowagen. Wenn es in abgelegenen Gebieten an Wasser fehlt, hilft ein transportabler Tank mit 10.000 Litern. Einige Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren können zudem das „Pump & Roll“-Verfahren nutzen. Dabei wird das Wasser bereits während der langsamen Fahrt auf die Flammen gespritzt. Von oben unterstützen Drohnen mit Wärmebildkameras die Leitung, um versteckte Glutnester im Boden zu finden.

Die Technik allein bringt aber nichts ohne Training. Ende Mai übten rund 70 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen zwischen Kernscheid und Brubach. Dabei ging es vor allem darum, Wasser über weite Strecken zu fördern. Vor einigen Wochen gab es zudem eine große Übung für die gesamte Region, an der auch Kräfte aus den Landkreisen Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich, Vulkaneifel und Birkenfeld teilnahmen. Erst kürzlich schickte die Leitstelle Trier 45 Leute nach Reichenbach im Kreis Birkenfeld, um dort bei einem Waldbrand zu helfen.

Um noch mehr zu lernen, schaute die Feuerwehr sogar ins Ausland. Drei Berufsfeuerwehrleute waren 2024 in Pula in Kroatien zur Weiterbildung. Da es dort viel heißer ist, haben die Kollegen in der Partnerstadt eine riesige Erfahrung mit Waldbränden, die nun in Trier weitergegeben wird.

Der stellvertretende Feuerwehrchef Dr. Andreas Palzer sagt, dass sich diese Vorbereitungen auszahlen. Das habe man spätestens im extrem trockenen Sommer 2022 gemerkt, als die Feuerwehr in der Stadt und der Region ständig zu Vegetationsbränden ausrücken musste.

Quelle: Trier – zur Originalmeldung

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