Sigmaringen: Neue Pellet-Heizung für Oberschmeien fertig
In Oberschmeien (Sigmaringen, Baden-Württemberg) ist ein großes Projekt für die Wärmeversorgung fertig geworden. Die Stadt hat die Heizungen in der Mehrzweckhalle und im gegenüberliegenden Rathaus, in dem auch der Kindergarten untergebracht ist, komplett erneuert.
Die Arbeiten begannen Ende Juli 2025 und dauerten bis Anfang März 2026. Insgesamt floss rund 500.000 Euro in die Sanierung. Ein Teil des Geldes kam aus dem Energie- und Klimafonds (EKF), der die Stadt mit 72.530 Euro unterstützte. Viele verschiedene Handwerker waren im Einsatz: vom Heizungsbauer über Elektriker und Schreiner bis hin zu Malern und Experten für Brandschutz.
Die alten Ölheizungen waren über 30 Jahre alt und wurden nun ausgebaut. An ihre Stelle ist eine moderne Pellet-Anlage mit zwei Kesseln getreten, die eine Gesamtleistung von 125 kW hat. Damit verabschiedet sich der Ort von fossilen Brennstoffen und setzt auf klimaneutrale Pellets aus der Region. Auch die alten Öltanks in beiden Gebäuden wurden entfernt und entsorgt. Dadurch ist im Rathaus und im Kindergarten jetzt mehr Platz für die Lagerung entstanden.
Technisch ist die Anlage auf dem neuesten Stand. Es wurden Pufferspeicher mit insgesamt 5.000 Litern eingebaut und eine neue Verrohrung für Heizung und Sanitär verlegt. Zudem gibt es jetzt eine Anlage zum Kalkschutz für das Trinkwasser. Besonders praktisch: Dank einer neuen Steuerungstechnik kann die gesamte Heizung per Fernzugriff direkt vom Rathaus in Sigmaringen aus überwacht und gesteuert werden.
Über neue Nahwärmeleitungen wird nun die Wärme in die Gebäude geleitet. Das betrifft die Mehrzweckhalle mit ihren 1.264 Quadratmetern Fläche sowie das Rathaus und den Kindergarten mit 594 Quadratmetern. Die Stadt erwartet, dass durch die neue Technik die Energieeffizienz steigt und die Kosten für Wartung und den Schornsteinfeger sinken.