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Sigmaringen: Bundeswehr könnte in Graf-Stauffenberg-Kaserne zurückkehren

Die ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen könnte wieder genutzt werden. Das Verteidigungsministerium hat nun erste konkrete Schritte eingeleitet.

In Sigmaringen (Baden-Württemberg) gibt es neue Hoffnungen auf die Rückkehr der Bundeswehr. Das Bundesministerium der Verteidigung hat bekannt gegeben, dass die ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne und der dazugehörige Standortübungsplatz wieder reaktiviert werden sollen. Sigmaringen ist einer von insgesamt fünf Standorten in ganz Deutschland, für die nun vorbereitende Schritte beantragt wurden.

Der Grund für diese Pläne ist die aktuelle Lage in Europa und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Deutschland will die eigene Verteidigung stärken. Dafür braucht die Bundeswehr mehr Platz für Personal, Ausbildung und Unterkünfte. Deshalb schaut das Ministerium nun wieder auf alte Standorte, die bereits militärisch genutzt wurden.

In den letzten Monaten haben sich viele Politiker aus der Region dafür eingesetzt, dass die Kaserne wieder genutzt wird. Besonders Bürgermeister Dr. Marcus Ehm hat sich stark engagiert. In intensiven Gesprächen zwischen Bund, Land und Stadt wurde nun eine Absichtserklärung, ein sogenannter Letter of Intent, ausgearbeitet. Dieser wurde vom Gemeinderat beschlossen und wird nun unterzeichnet.

Die Landtagsabgeordnete Ilona Boos sieht darin ein starkes Signal. Vor allem für den sogenannten Neuen Wehrdienst sei der Standort in Sigmaringen besonders geeignet. Auch der verteidigungspolitische Sprecher Volker Mayer-Lay und der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß bewerten die Entwicklung positiv.

Wichtig ist jedoch: Es gibt noch keine endgültige Entscheidung über eine Stationierung von Soldaten. Die jetzigen Schritte dienen erst einmal dazu, die Voraussetzungen zu schaffen, damit eine Wiedernutzung rechtzeitig möglich ist. Ob und wann genau die Bundeswehr tatsächlich zurückkehrt, wird in den weiteren Planungen geklärt.

Quelle: Sigmaringen – zur Originalmeldung

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