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Sigmaringen: Bundeswehr könnte in alte Kaserne zurückkehren

Die ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne könnte wieder genutzt werden. Das Verteidigungsministerium prüft den Standort nun konkret.

In Sigmaringen (Baden-Württemberg) gibt es Neuigkeiten zur alten Graf-Stauffenberg-Kaserne. Das Bundesministerium der Verteidigung hat bekannt gegeben, dass die Stadt und der dazugehörige Standortübungsplatz wieder für die Bundeswehr interessant sind. Sigmaringen ist einer von insgesamt fünf Standorten in Deutschland, für die nun erste vorbereitende Schritte beantragt wurden.

Der Grund für die Pläne ist die Lage in Europa. Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine muss Deutschland seine Verteidigung stärken. Die Bundeswehr braucht deshalb mehr Platz für Personal, Ausbildung und Unterbringung. Da der Bau neuer Kasernen lange dauert, schaut das Ministerium nun wieder auf alte Standorte, die bereits für militärische Zwecke gebaut wurden.

In den letzten Wochen wurde in Sigmaringen viel diskutiert. Bürgermeister Dr. Marcus Ehm, Politiker aus dem Landtag und dem Bundestag haben sich gemeinsam dafür eingesetzt, dass die Bundeswehr zurückkehrt. Das Ergebnis dieser Gespräche ist eine Absichtserklärung, ein sogenannter „Letter of Intent“. Mit diesem Dokument signalisieren die Stadt und der Bund, dass sie an einer Zusammenarbeit interessiert sind.

Die Politiker vor Ort sehen das als starken Erfolg. Besonders die Möglichkeit, dass der Standort für den „Neuen Wehrdienst“ genutzt wird, wird als positives Zeichen gewertet. Nun müssen Bund und Land die rechtlichen und technischen Voraussetzungen schaffen, damit eine Rückkehr überhaupt möglich ist.

Wichtig ist jedoch: Es gibt noch keine endgültige Entscheidung. Die aktuelle Meldung bedeutet nicht automatisch, dass morgen wieder Soldaten in der Kaserne einziehen. Es ist erst einmal ein offizieller Startschuss für die Prüfung. Ob und wann es zur endgültigen Stationierung kommt, wird in den nächsten Schritten geklärt.

Quelle: Sigmaringen – zur Originalmeldung

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