Sigmaringen: Bundeswehr könnte in alte Kaserne zurückkehren
In Sigmaringen (Baden-Württemberg) gibt es neue Hoffnung auf die Rückkehr der Soldaten. Das Bundesministerium der Verteidigung prüft derzeit, ob alte Standorte der Bundeswehr wieder in Betrieb genommen werden können. Die ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne und der dazugehörige Übungsplatz sind dabei in die engere Auswahl gekommen.
Zusammen mit vier anderen Standorten in Deutschland wurden für Sigmaringen nun die ersten vorbereitenden Schritte beantragt. In den letzten Wochen gab es viele Gespräche zwischen der Stadt, dem Land und dem Bund. Das Ergebnis ist eine Absichtserklärung, ein sogenannter Letter of Intent. Bürgermeister Dr. Marcus Ehm unterstützt diesen Schritt und hofft, dass die Bundeswehr bald wieder in die Stadt zurückkehrt.
Der Grund für die Pläne ist die Lage in Europa. Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine muss Deutschland die eigene Verteidigung stärken. Die Bundeswehr braucht deshalb mehr Platz für Personal und Ausbildung. Da der Bau neuer Kasernen lange dauert, schaut das Ministerium nun nach alten Liegenschaften, die schnell wieder genutzt werden können.
Besonders für den neuen Wehrdienst soll der Standort in Sigmaringen geeignet sein, so die Einschätzung der Politik. Politiker aus der Region, darunter Volker Mayer-Lay, Ilona Boos und Thomas Bareiß, bewerten die Entwicklung als positives Signal für die gesamte Gegend.
Wichtig ist jedoch: Es gibt noch keine endgültige Entscheidung über eine Stationierung. Die jetzigen Schritte sind erst einmal Vorbereitungen, damit die Kaserne rechtzeitig bereitsteht, falls die Entscheidung positiv ausfällt. Ob und wann genau die Soldaten tatsächlich zurückkehren, wird in den nächsten Phasen geklärt.