Sigmaringen: Bundeswehr könnte in alte Kaserne zurückkehren
In Sigmaringen (Baden-Württemberg) gibt es Neuigkeiten zur alten Graf-Stauffenberg-Kaserne. Das Bundesministerium der Verteidigung hat bekannt gegeben, dass die Stadt bei der Suche nach verfügbaren Standorten in die engere Auswahl gekommen ist. Zusammen mit dem früheren Standortübungsplatz soll die Kaserne möglicherweise wieder reaktiviert werden.
Damit das klappt, wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, ein sogenannter Letter of Intent. In den letzten Wochen haben sich die Stadt, das Land und der Bund intensiv abgestimmt. Bürgermeister Dr. Marcus Ehm hat sich in den vergangenen Monaten stark dafür eingesetzt, dass die Bundeswehr zurückkehrt. Auch Politiker wie Volker Mayer-Lay und Ilona Boos unterstützen den Plan.
Der Grund für die Überlegungen ist die aktuelle Lage in Europa und der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Deutschland muss die Verteidigung stärken und braucht deshalb mehr Platz für Personal, Ausbildung und Unterkünfte. Alte Militärgelände, die bereits vorhanden sind, sind dafür oft die schnellste Lösung.
Es ist jedoch wichtig zu wissen: Es gibt noch keine endgültige Entscheidung, ob Soldaten tatsächlich wieder nach Sigmaringen kommen. Die jetzigen Schritte dienen erst einmal dazu, die Voraussetzungen zu schaffen. Wenn die Prüfung positiv verläuft, könnte der Standort etwa für den Neuen Wehrdienst genutzt werden.
Ob und wann die Bundeswehr tatsächlich wieder einzieht, wird in den kommenden Zeiträumen geklärt. Die Ermittlungen und Planungen des Ministeriums dauern an.