Sigmaringen: Bundeswehr könnte in alte Kaserne zurückkehren
In Sigmaringen (Baden-Württemberg) gibt es neue Hoffnungen für die alte Graf-Stauffenberg-Kaserne. Das Bundesministerium der Verteidigung hat bekannt gegeben, dass die Stadt bei der Suche nach ehemaligen Standorten in die engere Auswahl gekommen ist. Zusammen mit vier anderen Standorten in Deutschland werden nun die vorbereitenden Schritte für eine mögliche Reaktivierung beantragt. Das gilt auch für den früheren Standortübungsplatz.
Grund für die Pläne ist die Lage in Europa und der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Die Bundeswehr braucht mehr Platz für Personal und Ausbildung, um die Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Deshalb schaut das Ministerium nun wieder auf alte Kasernen, die bereits eine militärische Infrastruktur haben. Besonders für den sogenannten Neuen Wehrdienst wird der Standort in Sigmaringen als geeignet angesehen.
Damit es überhaupt so weit kommt, wurde hinter den Kulissen viel gearbeitet. Bürgermeister Dr. Marcus Ehm, Politiker aus dem Landtag und dem Bundestag haben sich in den letzten Monaten stark eingesetzt. Das Ergebnis ist eine Absichtserklärung, ein sogenannter Letter of Intent. Mit diesem Dokument signalisieren die Stadt und der Bund, dass sie die Rückkehr der Soldaten gemeinsam wollen.
Bürgermeister Ehm begrüßt diesen Schritt ausdrücklich und möchte das Ziel weiter verfolgen. Auch die Politiker Volker Mayer-Lay und Ilona Boos sehen darin ein starkes Signal für die Region. Nun müssen Bund und Land die rechtlichen und baulichen Voraussetzungen schaffen, damit eine Nutzung wieder möglich ist.
Wichtig ist jedoch: Es gibt noch keine endgültige Entscheidung über eine Stationierung. Die aktuellen Schritte sind erst einmal Vorbereitungen. Ob und wann genau Soldaten wieder in die Graf-Stauffenberg-Kaserne einziehen, bleibt abzuwarten.