Sigmaringen: Bundeswehr könnte in alte Kaserne zurückkehren
In Sigmaringen (Baden-Württemberg) gibt es neue Hoffnung auf die Rückkehr der Soldaten. Das Bundesministerium der Verteidigung sucht deutschlandweit nach alten Standorten, die schnell wieder genutzt werden können. Die ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne und der dazugehörige Übungsplatz sind nun offiziell in dieser Auswahl dabei. Für fünf Standorte im ganzen Land wurden bereits die ersten vorbereitenden Schritte beantragt.
Damit es so weit kommt, wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, ein sogenannter „Letter of Intent“. Bürgermeister Dr. Marcus Ehm hat diesen Schritt unterstützt, nachdem er sich in den letzten Monaten gemeinsam mit Politikern aus dem Land und dem Bund für die Kaserne eingesetzt hat. Auch die Landtagsabgeordnete Ilona Boos und der verteidigungspolitische Sprecher Volker Mayer-Lay sehen darin ein starkes Signal für die Stadt.
Der Grund für die Pläne ist die aktuelle Lage in Europa und der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Deutschland will die eigene Verteidigung stärken. Dafür braucht die Bundeswehr mehr Platz für Personal, Ausbildung und Unterbringung. Deshalb schaut das Ministerium nun wieder auf alte Militärgelände, die bereits vorhanden sind.
Besonders im Hinblick auf den „Neuen Wehrdienst“ wird der Standort in Sigmaringen als sehr geeignet angesehen. Jetzt müssen Bund und Land die Voraussetzungen schaffen, damit eine Nutzung tatsächlich möglich wird.
Wichtig ist jedoch: Es gibt noch keine endgültige Entscheidung über eine Stationierung. Die aktuellen Schritte sind erst einmal Vorbereitungen. Ob die Soldaten wirklich zurückkehren, wird in den nächsten Phasen des Verfahrens geklärt.