Siegen: Grundschüler lernen im Archiv über Judenverfolgung
Schüler der vierten Klasse der Diesterwegschule waren am 20. Juli 2026 zu Gast im Stadtarchiv in Siegen (Nordrhein-Westfalen). Die Kinder nahmen an dem Projekt "Gelber Stern" teil. Ziel ist es, Grundschülern auf eine einfache und altersgerechte Weise zu erklären, wie die Judenverfolgung in Deutschland zwischen 1933 und 1945 ablief.
Der Mitarbeiter des Stadtarchivs, Oliver Teufer, zeigte den Kindern, wie man mit historischen Quellen arbeitet. Er nutzte dafür echte Dokumente aus dem Archiv. So sahen die Schüler alte Zeitungsartikel aus dem Jahr 1928, in denen es um die Eröffnung des Kaufhauses Tietz ging. Das Gebäude ist heute als KrönchenCenter bekannt. Neben den Artikeln wurden auch die Bauakte und die originalen Baupläne des Hauses gezeigt.
An diesem Beispiel lernten die Kinder, was die Politik der Nationalsozialisten konkret bedeutete. Sie erfuhren unter anderem, was die sogenannte "Arisierung" des Kaufhauses für Siegen und die betroffenen Menschen bedeutete. Zum Abschluss des Besuchs gab es eine Runde, in der die Schüler präsentieren konnten, was sie an diesem Tag gelernt haben.
Das gesamte Projekt "Gelber Stern" wurde von der Gedenkstätte Bad Laasphe ins Leben gerufen. Das Stadtarchiv Siegen unterstützt die Aktion als Kooperationspartner, um das geschichtliche Wissen bereits in der Grundschule zu fördern.
Weitere Angaben zum Projekt liegen bislang nicht vor.
Quelle: Siegen – zur Originalmeldung