Siegburg: Betrunkener Mitbewohner zündet Wohnung an
In der Nacht zum Donnerstag (30. Juli) suchte ein 63-jähriger Mann aus Siegburg (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) die Polizeiwache auf. Er lebte gemeinsam mit einem 43-jährigen Mann in einer möblierten Dachgeschosswohnung an der Nordstraße. Der Mann berichtete den Beamten, dass sein Mitbewohner oft betrunken sei und es erneut zu einem heftigen Streit gekommen sei. Weil der Jüngere ihn bedroht hatte, verließ der 63-Jährige aus Angst die Wohnung.
Ein Streifenwagen fuhr daraufhin zur Adresse. Während die Polizisten zur Wohnung unterwegs waren, kamen Meldungen von Anwohnern aus der Nordstraße. Dort soll ein Mann randalieren. Es handelte sich um den 43-Jährigen. Er war offensichtlich betrunken und stand vermutlich auch unter dem Einfluss von Drogen.
Als die Polizisten die Dachgeschosswohnung betraten, bemerkten sie Rauch. In einem Zimmer des 63-Jährigen brannte es. Vermutlich hatte der 43-Jährige das Feuer gelegt. Die Beamten griffen sofort ein und löschten die Flammen mit einem Feuerlöscher. Zur Sicherheit kam noch die Feuerwehr dazu. Die Retter suchten die Wohnung nach versteckten Glutnestern ab, fanden aber keine weiteren Brandherde. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Die Polizei nahm den 43-Jährigen vorläufig fest. Im Anschluss wurden ihm Blutproben entnommen, um den Pegel an Alkohol und Drogen zu bestimmen. Jetzt prüfen die Behörden, ob der Mann wegen der Bedrohung und des Brandes einem Haftrichter vorgeführt wird. Eine Entscheidung darüber steht noch aus.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis – zur Originalmeldung