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Selters (Taunus): Kita-Gebühren könnten stark steigen

Copyright und Urheber siehe Selters (Taunus)

Die Gemeinde hat Eltern über die Kosten der Kindertagesstätten informiert. Es geht um mögliche Preiserhöhungen, weil die Kosten für Personal und Energie explodiert sind.

In Selters (Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen) herrscht Unruhe um die Kita-Gebühren. Am 3. September lud die Gemeinde rund 25 Eltern in den Mineralbrunnen Niederselters ein. Bürgermeister Benjamin Zabel erklärte dort, warum die Kosten für die Betreuung der Kinder steigen.

Das Problem ist eine alte Regel aus dem Jahr 2023. Die Gemeindevertretung hatte damals festgelegt: Wenn die Gemeinde mehr als 45 Prozent der Kita-Kosten tragen muss, müssen die Gebühren neu berechnet werden. Für das Jahr 2025 liegt der Anteil der Gemeinde aber bei etwa 53 Prozent. Damit ist die Grenze deutlich überschritten.

Die Gründe für die Teuerung sind bekannt: Seit 2017 haben sich die Gesamtkosten der Kitas mehr als verdoppelt. Vor allem die Gehälter für das Personal und die Energiekosten sind massiv gestiegen. Das betrifft laut Bürgermeister Zabel alle Gemeinden in Hessen.

Die Verwaltung hat versucht, Hilfe von den kirchlichen Trägern zu bekommen, da diese bisher nur etwa 4 Prozent der Kosten übernehmen. Die katholische Kirche hat eine Erhöhung ihres Beitrags jedoch bereits abgelehnt. Von der evangelischen Kirche gibt es noch keine Antwort.

Jetzt rechnet die Gemeinde mit einer deutlichen Preiserhöhung für die Eltern. Aktuell nimmt die Gemeinde rund 368.000 Euro pro Jahr an Gebühren ein. Wenn das neue Modell komplett umgesetzt wird, könnten es 741.000 Euro werden. Das wäre ein Plus von etwa 373.000 Euro. Auch bei anderen Betreuungsmodellen müssten die Eltern wohl mehr bezahlen.

In der Fragerunde zeigten sich viele Eltern besorgt. Sie kritisierten, dass die geplanten Erhöhungen viel höher seien als in den Nachbarorten. Die Verwaltung versprach, solche Vergleiche noch einmal genauer anzuschauen, betonte aber, dass jede Gemeinde andere Voraussetzungen habe.

Zudem wurde diskutiert, ob man Plätze zwischen den Einrichtungen verschieben könne. Ein Umzug der Kita „Brunnenzwerge“ in das „Auenland“ ist laut Verwaltung nicht geplant, da die Kapazitäten nicht passen.

Noch ist nichts endgültig entschieden. Die Zahlen dienen erst einmal als Basis für die Politik. Der Haupt- und Finanzausschuss wird das Thema in zwei weiteren Sitzungen besprechen. Die Verwaltung sucht zudem nach Möglichkeiten, Kosten einzusparen. Die endgültige Entscheidung der Gemeindevertretung fällt im November 2026.

Quelle: Selters (Taunus) – zur Originalmeldung

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