Selb: Bundespolizei nimmt illegale Böller im Auto sicher
Es war Mittwoch, der 22. Juli, und gegen 16 Uhr hielten Beamte der Bundespolizei in Selb (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge) ein Auto an. Das Fahrzeug hatte ein niederländisches Kennzeichen. Die Kontrolle fand im Bereich Arzberg statt, kurz nachdem die Insassen den ehemaligen Grenzübergang Schirnding passiert hatten.
In dem Wagen saßen zwei 19 Jahre alte Niederländer. Die beiden waren gerade auf dem Rückweg in ihre Heimat. Die Polizisten durchsuchten das Auto und machten dabei einen Fund: Sie fanden eine große Menge an pyrotechnischen Gegenständen aus der Kategorie F4.
Das ist kein normales Feuerwerk, sondern hochgefährliche Pyrotechnik. Die reine Sprengmasse der Böller wog insgesamt über drei Kilogramm. Um solche Gegenstände in Deutschland einführen oder benutzen zu dürfen, braucht man eine spezielle Erlaubnis. Die beiden Jugendlichen konnten jedoch keinen entsprechenden Schein vorzeigen.
Die Bundespolizei nahm die Feuerwerkskörper sofort an sich. Die jungen Männer mussten zudem die Kosten übernehmen, die nun für die fachgerechte Vernichtung der Böller anfallen. Nachdem die Beamten die Formalitäten erledigt hatten, durften die beiden ihre Reise in die Niederlande fortsetzen.
Die Polizei ermittelt nun gegen die beiden Reisenden wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Ob und inwieweit sie sich strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Bundespolizeidirektion München – zur Originalmeldung