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Seewald und Waldachtal gewinnen Solarkreisliga im Landkreis Freudenstadt

Copyright und Urheber siehe Landkreis Freudenstadt

Die Gemeinden Seewald und Waldachtal haben beim Ausbau von Solaranlagen im Landkreis Freudenstadt die Nase vorn. Besonders große Firmendächer und öffentliche Gebäude halfen dabei.

Im Landkreis Freudenstadt (Baden-Württemberg) wurde die Auswertung der Solarkreisliga für das Jahr 2025 bekannt gegeben. Die Gemeinde Seewald belegt den ersten Platz. Pro Einwohner wurden dort 258 Wattpeak an neuer Solarkraft installiert. Auf dem zweiten Platz folgt die Gemeinde Waldachtal mit 199 Wattpeak pro Kopf.

Damit gewinnt man die Liga nicht allein durch viele kleine Balkonkraftwerke. Ein wichtiger Faktor waren in diesem Jahr die großen Anlagen. In Seewald hat die Firma Pfeifle-Holz GmbH & Co. KG eine Anlage mit 374 kWp auf ihrem Gebäude im Schorrental gebaut. Das hat die Bilanz der Gemeinde massiv verbessert. Geschäftsführer Thomas Pfeifle berichtet, dass der Weg bis zur Fertigstellung etwa zwei Jahre dauerte und kein Spaziergang war. Probleme gab es vor allem bei der Versicherung und dem Anschluss an das Stromnetz. Die Anlage deckt nun etwa 13 Prozent des Strombedarfs der Firma. Die Kosten sollen sich nach etwa acht Jahren amortisiert haben.

Auch in Waldachtal setzten die Verantwortlichen auf große Flächen. Dort wurden vier Anlagen auf dem Bauhof, dem Kinderhaus im Himmelreich und der alten Feuerwehrgarage in Oberwaldachtal installiert. Insgesamt kamen so 406 kWp an Leistung zusammen.

Der Erste Landesbeamte des Landkreises, Reinhard Geiser, lobte bei der Preisverleihung das Engagement der Firmen und Kommunen. Er betonte, dass der Landkreis gerade bei knappen Kassen auf solche privaten und wirtschaftlichen Beiträge angewiesen sei, um die Klimaziele zu erreichen.

Bürgermeister Dominik Damrath aus Seewald sieht seine Gemeinde als Vorreiter der Energiewende. Er kritisierte jedoch die hohe Bürokratie, die Unternehmen oft ausbremst, und forderte mehr Freiheit für innovative Projekte. In Waldachtal sieht man den Erfolg als Teil einer Strategie, die schon seit über zehn Jahren läuft, um CO2 einzusparen.

Klimaschutzmanagerin Lene Steffen warnt jedoch, dass Baden-Württemberg insgesamt hinter den Zielen zurückbleibt. Wenn der Ausbau nicht schneller vorangeht, könnten die Landesziele bis 2040 gefährdet sein. Die Solarkreisliga soll daher helfen, erfolgreiche Beispiele bekannt zu machen und andere zu motivieren.

Quelle: Landkreis Freudenstadt – zur Originalmeldung

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