Schwanstetten plant Klimaschutz-Projekte und neue Haltestellen
In Schwanstetten (Landkreis Roth, Bayern) setzt der Gemeinderat auf staatliche Gelder, um den Ort fit für die Zukunft zu machen. Die Gemeinde bewirbt sich um Unterstützung aus einem Bundesprogramm für den Klimawandel. Wenn das klappt, übernimmt der Bund bis zu 80 Prozent der Kosten. Das Ziel ist es, die Gemeinde besser gegen Hitze, Trockenheit und Starkregen zu wappnen.
Konkret geht es unter anderem um den Rathausvorplatz. Dort soll ein Fontänenfeld entstehen, was etwa 300.000 Euro kostet. Außerdem ist ein Wasserspielplatz am Leerstettener Wasserturm für rund 40.000 Euro geplant. Beides soll an heißen Tagen für Abkühlung sorgen. Damit die Förderung reicht, kommen weitere Ideen hinzu: Es sollen mehr Bäume gepflanzt und Flächen entsiegelt werden. Zudem sind neue Schattenplätze, ein Trinkwasserbrunnen und ein besseres Wassermanagement geplant. Auch die Marktfläche soll barrierefreier werden.
Für die Bürger bedeutet das jedoch eine mögliche Wartezeit. Da die Förderanträge nun laufen, könnten sich der Umbau des Rathausvorplatzes und der Spielplatz in Leerstetten von 2026 auf das Jahr 2027 verschieben. Bürgermeister Richard Seidler betont aber, dass die Projekte nicht gestrichen werden, falls das Geld aus dem Bund nicht kommt. In diesem Fall werden sie wie geplant mit eigenen Mitteln umgesetzt.
Parallel dazu wird die Mobilität im Ort verbessert. Nachdem die Haltestelle in der Hauptstraße in Leerstetten bereits fertiggestellt wurde, folgen nun die Stationen „Gemeindezentrum“ und „Brunnenstraße West“. Auch hier hofft die Gemeinde auf eine Förderung von 80 Prozent. In der Hauptstraße in Leerstetten gab es nach dem Umbau Kritik, weil das Einfahren aus der Further Straße wegen der Bordsteinkante schwierig war. Die Verwaltung hat darauf reagiert und die Kante nachträglich anschrägen lassen.
Weitere gute Nachrichten gibt es für Familien: Der Umbau der Grundschule für den evangelischen Kinderhort ist fertig. Damit ist die Gemeinde auf den gesetzlichen Ganztagsanspruch vorbereitet. Zudem wurde die lokale Metzgerei Peipp mit dem Staatsehrenpreis 2026 ausgezeichnet und gehört nun zu den zwölf besten Betrieben Bayerns.
Ob die Förderzusagen für die Klimaprojekte und die Haltestellen eintreffen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.