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Schwalm-Eder-Kreis baut modernes Warnsystem gegen Hochwasser

Copyright und Urheber siehe Schwalm-Eder-Kreis

Der Landkreis investiert über 1,6 Millionen Euro in eine neue Technik, die Starkregen und Überflutungen früher erkennt.

Im Schwalm-Eder-Kreis (Regierungsbezirk Kassel, Nordhessen) gibt es viele Gebäude, die bei Hochwasser in Gefahr sind. Eine Studie der Deutschen Umwelthilfe setzt den Kreis sogar auf Platz 21 der gefährdetsten Adressen in ganz Deutschland. Weil es in der Region immer wieder zu schlimmen Überschwemmungen kam, setzt der Landkreis nun auf digitale Hilfe.

Digitalministerin Kristina Sinemus hat dem Kreis dafür 1,62 Millionen Euro aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“ zugesagt. Mit dem Geld soll ein intelligentes Frühwarnsystem aufgebaut werden, das mit künstlicher Intelligenz arbeitet. Das Ziel ist es, Menschen zu schützen und den Rettungskräften die Arbeit zu erleichtern.

Damit das System funktioniert, kommen viele Sensoren zum Einsatz. Insgesamt sollen rund 140 Sensoren für den Wasserstand, 40 für die Bodenfeuchte und 50 für den Niederschlag im Gebiet installiert werden. Diese Geräte messen die Werte und schicken sie in Echtzeit an eine Datenplattform des Landkreises.

Die Technik hilft dabei, Gefahren besser einzuschätzen. Die Verwaltung und die Feuerwehr können so auf digitalen Karten genau sehen, wo es brenzlig wird. Das betrifft nicht nur die Wasserstände, sondern auch die Straßen und die Logistik der Einsatzkräfte. Die Bürger sollen die Informationen über ein Dashboard bekommen. Dort gibt es einfache Warnungen und Tipps, wie man sich verhalten soll.

Zwar gibt es im Kreis bereits große Rückhaltebecken in Treysa-Ziegenhain, Heidelbach und die Antrifttalsperre, doch extremes Wetter sorgt immer wieder für Probleme. Besonders Starkregen überlastet oft die Kanalisation, was auch in Gebieten zu Überflutungen führt, die eigentlich als sicher galten. Für das neue Projekt orientiert sich der Landkreis an Erfahrungen aus Eschborn.

Die Ermittlungen zu den genauen Standorten der Sensoren und der Zeitplan für die Installation dauern an. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Schwalm-Eder-Kreis – zur Originalmeldung

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