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Schwalbach: Jugendliche lernen die Schattenseiten der Mode kennen

15 Schüler der Friedrich-Ebert-Schule haben in einer Projektwoche untersucht, wie billige Kleidung die Umwelt zerstört. Ihre Ergebnisse zeigen sie bald öffentlich im Einkaufszentrum Limes.

Kurz vor den Sommerferien haben sich 15 Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren in Schwalbach am Taunus (Main-Taunus-Kreis, Hessen) mit einem Thema beschäftigt, das fast jeden betrifft: „Fast Fashion“. Die Schüler der Friedrich-Ebert-Schule wollten wissen, was ihre Kleidung eigentlich kostet – nicht nur in Euro, sondern auch für die Natur und die Menschen, die sie herstellen.

Die Jugendlichen haben tief in die Materie geschaut. Sie haben gelernt, wie ein Kleidungsstück vom Rohstoff bis zur Mülltonne wandert. Besonders schockierend war die Menge an Wasser, die für die Produktion nötig ist. So braucht eine einzige Jeans zwischen 6.000 und 7.000 Liter Wasser. Das ist so viel wie etwa 50 volle Badewannen. Auch die Verschmutzung von Gewässern durch Chemikalien und Mikroplastik stand auf dem Programm. Mit Satellitenbildern sahen die Schüler zudem, wie der Aralsee durch die Textilindustrie austrocknete.

Aber es ging nicht nur um die schlechten Nachrichten. An einem speziellen Upcycling-Tag haben die Jugendlichen alte Klamotten getauscht oder mit Nähmaschinen, Glitzersteinen und Farben kreativ umgestaltet. So entstanden Einzelstücke, die nicht sofort wieder im Müll landen. Außerdem besuchten die Schüler das Deutsche Ledermuseum in Offenbach. Dort lernten sie die Geschichte von Materialien kennen und bastelten eigene Lederbeutel.

Wer die Ergebnisse der Projektwoche sehen will, kann das bald tun. Nachdem die Schüler ihre Funde erst in der Schule präsentiert haben, folgt eine öffentliche Ausstellung. Vom 10. bis zum 24. September hängen die Arbeiten im Glaskubus des Einkaufszentrums Limes.

Organisiert wurde die Woche von der Schulsozialarbeit und dem Kommunalen Jugendbildungswerk Schwalbach. Bürgermeister Thomas Milkowitsch betonte, dass solche Projekte helfen, bewusster zu konsumieren. Auch Nadine Desoi vom Jugendbildungswerk lobte die Motivation der Jugendlichen, die ohne „erhobenen Zeigefinger“ an die Sache herangegangen sind.

Wer Fragen zur Projektwoche hat, kann das Kommunale Jugendbildungswerk per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter 06196 804-243 erreichen.

Quelle: Schwalbach am Taunus – zur Originalmeldung

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