Schwalbach am Taunus feiert 50 Jahre Altglas-Sammlung
Alles begann im September 1976 in Schwalbach am Taunus (Main-Taunus-Kreis, Hessen). Damals entschied der Magistrat, dass die Stadt mehr für den Umweltschutz tun müsse. Der erste Altglas-Container wurde auf dem Parkplatz am Westring aufgestellt. Was als Test startete, wurde schnell zum Erfolg. Bereits 1983 gab es an sieben verschiedenen Standorten insgesamt 11 Container.
Im Jahr 1992 kam dann das Duale System hinzu. Kurz darauf, ab 1993, wurden die Container moderner und lärmgeschützter, damit die Anwohner weniger unter dem Klirren litten. Die Trennung in drei Farben wurde so in der ganzen Stadt eingeführt. Im Jahr 2000 erreichte die Sammlung ihren Höhepunkt: Die Bürger entsorgten insgesamt 512,03 Tonnen Glas. Das waren pro Kopf etwa 36 Kilogramm.
In den letzten zwei Jahrzehnten änderte sich das Verhalten der Menschen. Bis zum Jahr 2020 sank die Menge auf 400,69 Tonnen, was nur noch 26,07 Kilogramm pro Einwohner entspricht. Der Grund dafür ist simpel: Immer mehr Leute nutzen Pfandflaschen und geben diese im Supermarkt ab, statt sie in den Container zu werfen. Die Stadt hat darauf reagiert und das Netz angepasst. Im Jahr 2026 gibt es im Stadtgebiet noch 25 Standorte mit Glascontainern.
Damit das Recycling funktioniert, gibt es jedoch wichtige Regeln. In die Container gehören nur Flaschen und Konservengläser. Blaues und rotes Glas darf zusammen mit dem Grünglas entsorgt werden. Die Abfallberaterin Ulrike Marschall warnt jedoch: Trinkgläser, Spiegel, Fensterglas oder Porzellan dürfen auf keinen Fall hinein. Diese Materialien haben andere Schmelzpunkte und würden die Qualität des recycelten Glases verschlechtern. Wer genau wissen will, was wohin gehört, kann im städtischen Abfallkalender nachsehen.