Schüler in Emmendingen messen ihren Schulhof aus
Am 23. Juli verwandelte sich der Sportplatz des Goethe-Gymnasiums in Emmendingen (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg) in ein großes Freiluft-Büro. Anlass war die Aktionswoche Geodäsie 2026. Mitarbeiter des Vermessungs- und Flurbereinigungsamtes vom Landratsamt Emmendingen besuchten die Schule, um Schülern aus vier neunten Klassen ihr Handwerk zu zeigen.
Die Jugendlichen arbeiteten mit moderner Technik. Sie nutzten einen GNSS-Empfänger, den viele einfach als GPS kennen, um Punkte auf dem Hof genau zu finden. Mit einem Nivelliergerät bestimmten sie Höhen und mit einem Tachymeter maßen sie Strecken. Das Gerät sieht zwar aus wie ein Blitzer oder eine Kamera, kann aber Entfernungen bis auf den Millimeter genau feststellen. Die Schüler maßen so zum Beispiel die Weiten beim Weitsprung oder berechneten die Höhe eines Gebäudes.
Neben den Messungen gab es ein Quiz über die Flurbereinigung. Die Experten erklärten den Jugendlichen zudem, wie ihr Arbeitsalltag aussieht. Ein Mitarbeiter betonte, dass der Job sehr abwechslungsreich sei, da man viel im Außendienst in den schönen Ecken des Landkreises unterwegs ist und die Daten später im Büro auswertet.
Die Aktion sollte zeigen, dass Geodäsie mehr ist als nur das Vermessen von Grundstücken. Ohne diese Fachleute würden Navigations-Apps nicht funktionieren und Straßen, Brücken oder neue Wohngebiete könnten nicht geplant werden. Ziel der landesweiten Aktionswoche ist es, junge Menschen für Mathematik, Technik und Naturwissenschaften zu begeistern.