Schramberg ehrt Künstlerin Rita Kässer im Stadtmuseum
Am Freitag, den 24. Juli 2026, gibt es im Stadtmuseum in Schramberg (Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg) einen besonderen Abend. Um 19 Uhr wird dort das Leben und das Werk von Rita Kässer präsentiert. Die Künstlerin und ehemalige Lehrerin aus dem Burgweg wäre am 7. Februar dieses Jahres 100 Jahre alt geworden.
Rita Kässer hat eine bewegte künstlerische Laufbahn hinter sich. Während des Zweiten Weltkriegs lernte sie in der Schramberger Majolikafabrik (SMF) den Beruf der Kerammalerin. Später vertiefte sie ihre Fähigkeiten im Kloster Sießen in Oberschwaben. Dort orientierte sie sich an der bekannten Franziskanerschwester Maria Innocentia Hummel.
In den 1950er-Jahren arbeitete Kässer in Deutschland und der Schweiz für bekannte Werkstätten für Textilkunst. Sie entwarf Teppiche und Paramente mit christlichen Motiven. In den 1960er-Jahren war sie dann als freiberufliche Grafikerin für den Süddeutschen Verlag tätig. Von 1969 bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 1987 unterrichtete sie als Kunstlehrerin, zuletzt am Gymnasium in Schramberg.
Nach ihrem Tod im Jahr 2021 wurde ihr großer Nachlass dem Stadtarchiv Schramberg übergeben. Nun wird dieser wertvolle Schatz zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms der Hauptausstellung „Zu Hause in Schramberg – Bürgervereinigungen im Wandel der Zeit“. Dabei ist auch die Burgstraßen- und Brestenberg-Vereinigung zu Gast, zu der Kässer eine enge Verbindung hatte.
Der Termin findet in der Bahnhofstraße 1 statt. Museumsleiter und Stadtarchivar Carsten Kohlmann wird die Präsentation leiten. Der Eintritt ist kostenlos und es ist keine Anmeldung nötig.
Quelle: Schramberg – zur Originalmeldung