Schortens: E-Scooter-Fahrer wegen Manipulation gestoppt
Am Mittwochabend gegen 20:42 Uhr waren Polizisten in Schortens (Landkreis Friesland, Niedersachsen) mit ihrem Streifenwagen unterwegs. Dabei fiel ihnen ein E-Scooter-Fahrer auf. Der Mann war ohne Licht gefahren, zudem war von weitem kein Versicherungskennzeichen am Fahrzeug zu sehen. Deshalb hielten die Beamten ihn an.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Fahrer zwar eine Versicherung für den Scooter hatte, das Kennzeichen aber nicht richtig angebracht war. Das war jedoch nicht das einzige Problem. Die Polizisten bemerkten, dass an der Technik des Rollers geschraubt worden war. Die Geschwindigkeitsbegrenzung war manipuliert worden, sodass der E-Scooter deutlich schneller als die erlaubten 20 km/h fahren konnte.
Durch diese technischen Änderungen gilt das Fahrzeug rechtlich nicht mehr als Elektrokleinstfahrzeug. Für das getunte Modell braucht man deshalb einen Führerschein. Der Fahrer besaß jedoch keine entsprechende Fahrerlaubnis. Die Polizei untersagte ihm daraufhin die Weiterfahrt.
Jetzt muss der Mann mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Polizei hat Strafverfahren eingeleitet. Es geht dabei vor allem um den Verdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland – zur Originalmeldung