Schönebeck: Ausstellung zu jüdischem Leben und NS-Verbrechen
Im Salzlandmuseum in Schönebeck (Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt) startet am Donnerstag, den 3. September, eine neue Sonderausstellung. Die Eröffnung findet um 16.30 Uhr im Galeriesaal statt. Geladen ist unter anderem Kai Langer, der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, der zur Eröffnung ein Grußwort sprechen wird.
Die Wanderausstellung trägt den Titel „Als Jüd:innen markiert und verfolgt. Jüdische Identitäten und NS-Tatorte in Sachsen-Anhalt“. Sie zeigt das Leben von zwölf Menschen, die während der NS-Zeit verfolgt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden. Zudem stellt die Ausstellung verschiedene Tatorte und heutige Gedenkstätten vor, darunter Lichtenburg, Bernburg, Langenstein, Gardelegen, der Rote Ochse in Halle und der Moritzplatz in Magdeburg. Damit soll verdeutlicht werden, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht nur weit weg passierten, sondern direkt in der eigenen Nachbarschaft.
Die Museumsleiterin Petra Koch möchte das Thema intensiv begleiten. Deshalb gibt es kostenlose Angebote für Besucher. In einem eintägigen Workshop geht es um antisemitische Mythen im Alltag. Für Jugendliche ab 14 Jahren gibt es einen Projekttag, der vier Stunden dauert und sich mit der jüdischen Vielfalt befasst.
Ein besonderes Highlight gibt es im November während der jüdischen Wochen in Schönebeck: Besucher können mit einer Virtual-Reality-Brille auf eine Zeitreise gehen. So lässt sich virtuell das Anne-Frank-Haus in Amsterdam besuchen oder ein Rundgang durch das ehemalige Lager Lublin-Majdanek machen. Auch diese VR-Angebote sind kostenlos und können gebucht werden.
Die Ausstellung läuft bis zum 21. November. Wer vorbeischauen möchte, findet das Museum in der Pfännerstraße 41 in Schönebeck.