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Schlagsdorf: Wanderung mit ehemaligen Grenzsoldaten am Mechower See

Ein ehemaliger Grenzsoldat aus dem Osten und einer aus dem Westen führen gemeinsam durch die Geschichte. Am 4. Oktober laden sie zu einem Rundgang ein.

In Schlagsdorf (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern) gibt es am 4. Oktober 2026 eine besondere Wanderung. Um 10 Uhr geht es am Grenzhus los. Die Teilnehmer laufen einen Rundweg von etwa neun Kilometern um den Mechower See.

Das Besondere an dem Ausflug sind die Begleiter: Wolfgang May und Jens Strohschein waren früher auf verschiedenen Seiten der innerdeutschen Grenze im Einsatz. May gehörte zum Bundesgrenzschutz im Westen, Strohschein war bei den DDR-Grenztruppen im Osten. Bis 1989 standen sie sich als Feinde gegenüber. Heute wollen die beiden gemeinsam über ihre Erinnerungen sprechen und zeigen, dass man Trennungen überwinden kann.

Der Mechower See war früher ein Grenzgewässer und gehörte zur DDR. Die Grenze verlief genau am Westufer. Deshalb konnten die Menschen aus Schlagsdorf ab 1961 nicht mehr an den See. In den Jahren danach baute die DDR die Befestigungen zwischen dem Dorf und dem Wasser immer weiter aus. Die Zeitzeugen erzählen bei der Wanderung, wie der Dienst an der Grenze wirklich aussah, was bei Fluchtversuchen passierte und wie man Konflikte löste. Am Ende führt der Weg zurück zum Grenzhus, wo die Tour auch endet. Die Grenze am Südufer des Sees zwischen Schlagbrügge und Wietingsbek ging schließlich an Silvester 1989 auf.

Wer mitwandern möchte, muss sich anmelden. Das geht per E-Mail an [email protected] oder über das Telefon unter 038875/20326. Der Teilnahmebeitrag liegt bei 10 Euro, für ermäßigte Menschen kostet es 5 Euro.

Quelle: Schlagsdorf – zur Originalmeldung

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