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Schlagsdorf blickt auf Geschichte des Traditionskabinetts zurück

Copyright und Urheber siehe Schlagsdorf

In Schlagsdorf gab es einst eine der größten Heimat-Ausstellungen der DDR. Das ehemalige Traditionskabinett bewahrte die Geschichte des Ortes über viele Epochen hinweg auf.

In Schlagsdorf (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern) gab es eine besondere Einrichtung: das Traditionskabinett. Da der Ort direkt an der Grenze zu Schleswig-Holstein lag, hatte die Sammlung eine lange Tradition. In der Zeit der DDR wurde das Kabinett ins Leben gerufen, um wichtige Materialien aus der Geschichte des Ortes zu sammeln.

Die Ausstellung war enorm. In insgesamt 26 Räumen wurden Gegenstände ausgestellt, die von der Urgeschichte bis zum Ende des Sozialismus reichten. Damit gehörte sie zu den größten Ausstellungen zur Heimatgeschichte in der damaligen DDR. Untergebracht waren die Exponate in ehemaligen NVA-Baracken, die heute südlich von Waschpaul liegen. Gegründet wurde das Kabinett von Werner Stuth, der die Leitung übernahm, sowie von Siegfried Mader, Heinrich Irrek und Günther Deter.

Die Chronik des Ortes zeigt zudem viele wichtige Meilensteine. So wurde die Kirche bereits um das Jahr 1200 gebaut. Im Jahr 1617 kam eine russische Glocke aus Nishni Nowgorod nach Schlagsdorf. Später, am 26. Mai 1952, wurde der Ort zum Sperrgebiet erklärt. In den folgenden Jahren entstanden neue Wohnblöcke und eine Schule, die 1973 mit 470 Schülern übergeben wurde.

Besonders prägend waren auch die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Am 4. Mai 1945 kamen amerikanische Truppen in den Ort, gefolgt von Briten am 1. Juni und Russen am 1. Juli. In der Zeit der DDR entstanden zudem Betriebe wie die VEB Holzverarbeitung im Jahr 1948 oder die erste LPG im Jahr 1952.

Weitere Details zur aktuellen Nutzung der ehemaligen Baracken liegen bislang nicht vor.

Quelle: Schlagsdorf – zur Originalmeldung

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