Schifferstadt testet neues Parkkonzept in der Herzog-Otto-Straße
In der Herzog-Otto-Straße im Süden von Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) gibt es ab sofort neue Regeln für das Parken. Die rund 1,3 Kilometer lange Strecke führt vom Kreisel am Südbahnhof über den Schwanenweiher und den Waldfriedhof bis zum Waldspitzweg. Obwohl dort eigentlich Tempo 30 gilt, sind viele Autofahrer in der Vergangenheit zu schnell gefahren.
Ein weiteres Problem waren die falsch geparkten Autos. Oft hielten Fahrer den Abstand von fünf Metern vor und hinter Einmündungen nicht ein. Das führte dazu, dass Seitenstraßen teilweise zugeparkt waren und der Verkehr stockte. Um das zu ändern, hat die Stadt 63 markierte Parkflächen eingerichtet. Wer einen Platz sucht, kann zudem die Parkmöglichkeiten am Waldfriedhof und am Schwanenweiher nutzen.
Damit die neuen Regeln auch beachtet werden, kontrollieren der kommunale Vollzugsdienst und die Verkehrsüberwachung die Strecke täglich. Aktuell sind die Parkplätze nur mit gelben Zeichen auf dem Boden markiert. Das ist Absicht, denn die Stadt testet das Konzept für ein Jahr. Erst danach wird entschieden, ob die Markierungen dauerhaft bleiben sollen.
Bei der Planung haben die Stadtverwaltung, die Polizei, die Feuerwehr und die Ordnungsbehörde zusammengearbeitet. Auch der Beauftragte für Radfahrer und Fußgänger war dabei. Die Stadt begründet den Aufwand mit der hohen Anzahl an Autos: In Schifferstadt kommen auf 1000 Einwohner etwa 700 Pkw, was deutlich über dem deutschen Durchschnitt liegt.
Einige Anwohner hatten gewünscht, dass Bodenschwellen eingebaut werden, um die Autos zu bremsen. Das lehnt Beigeordneter Dieter Weißenmayer jedoch ab. Die Herzog-Otto-Straße ist ein wichtiger Rettungsweg. Schwellen würden die Feuerwehr und Rettungsdienste ausbremsen und im Ernstfall wertvolle Zeit kosten.
Auf die Frage nach Blitzern erklärte Weißenmayer, dass die Stadtverwaltung selbst keine Geräte aufstellen darf. Da Schifferstadt zu wenige Einwohner hat, liegt diese Aufgabe beim Kreis.