Sassnitz: 20-Jähriger an Kreidefelsen gefangen
Es war kurz vor vier Uhr nachmittags am 23. Juli 2026, als ein 20-jähriger Pole am Strand unterhalb der Steilküste in Sassnitz (Landkreis Vorpommern-Rügen) spazieren ging. Er befand sich auf Höhe der Wissower Klinken. Plötzlich entschied sich der junge Mann dazu, die Kreidefelsen zu erklimmen.
Der Aufstieg verlief jedoch nicht nach Plan. In einer Höhe von etwa 80 Metern geriet er in eine Lage, aus der er nicht mehr alleine herauskam. Er hing fest und war hilflos. Zwei Wanderer, die oben auf den Felsen unterwegs waren, bemerkten die Notlage und riefen sofort die Polizei.
Daraufhin rückten Beamte des Reviers Sassnitz und die Retter aus. Besonders wichtig waren in diesem Fall die Kameraden der Höhenrettung der Feuerwehr Sassnitz. Die Spezialisten konnten den Mann schließlich aus der gefährlichen Position befreien. Glücklicherweise blieb er bis auf ein paar kleine Hautabschürfungen unverletzt.
Die Polizei warnt nun eindringlich davor, die markierten Wege im Nationalpark zu verlassen. Das gilt auch für den Steinstrand entlang der Steilküste, da dort Lebensgefahr besteht.
Für den jungen Mann wird der Ausflug nun teuer. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet. Ihm droht eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro. Zusätzlich muss er mit den Kosten für den Einsatz der Rettungskräfte rechnen.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg – zur Originalmeldung