Sandersdorf-Brehna baut neue Zukunftskita in Roitzsch
In Roitzsch (Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt) wird die Kinderbetreuung massiv aufgewertet. Auf dem Gelände der alten Zuckerfabrik in der August-Bebel-Straße 15 entsteht die sogenannte „Zukunftskita“. Das Projekt kostet insgesamt rund elf Millionen Euro. Ein Großteil des Geldes kommt aus den Fördermitteln für den Strukturwandel, sogenannte Kohlemilliarden. Das Land steuert 7,2 Millionen Euro bei, weitere 400.000 Euro kommen aus Landesmitteln und die Stadt selbst gibt 3,1 Millionen Euro aus.
Bei der Grundsteinlegung wurde es emotional. Die Kinder der bisherigen Kita „Villa Kunterbunt“ begleiteten den Termin mit eigenen Liedern und tanzten mit den Gästen. Gemeinsam mit Politikern, darunter Sozialministerin Petra Grimm-Benne und Landrat Andy Grabner, wurde eine Zeitkapsel im Fundament versenkt. Darin befinden sich Zeichnungen, eine aktuelle Zeitung und Fotos der alten Kita. Die Kinder haben auch konkrete Wünsche für das neue Gebäude: Sie hoffen auf eine Rutsche mit einer „krassen Kurve“, einen riesigen Sportraum und ein Fußballfeld, das keine Bälle verschluckt. Sogar das alte Piratenschiff aus der bisherigen Einrichtung soll mit einem echten Steuerrad übernommen werden.
Die neue Kita soll bis 2027 fertig sein. Sie bietet Platz für etwa 160 Kinder und setzt auf Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. Neben den Lernräumen gibt es einen eigenen Bibliotheksbereich. Die Einrichtung soll zudem ein Ort für Begegnungen und Vereinsarbeit werden.
Neben dem Neubau gibt es in der Stadt weitere Erfolge im Bildungsbereich. Der Hort Zscherndorf wurde als „Revierpionier“ ausgezeichnet. Die Kinder lernten dort, wie man aus Altpapier neues Papier herstellt. Für dieses Projekt gab es 3.150 Euro Preisgeld, wovon neues Spielzeug und Lehrmaterial zum Umweltschutz gekauft wurden. Am 11. November 2025 gab es dazu eine Ausstellung für die Eltern.
Auch im Bereich Gesundheit gibt es Neuigkeiten. Die Kitas „Max und Moritz“ in Zscherndorf, „Glückspilz“ in Sandersdorf und „Borstel“ in Brehna nehmen seit September am EU-Schulobstprogramm teil. Die Kinder bekommen dort kostenloses Obst und Gemüse, um eine gesunde Ernährung zu lernen.
Zudem gab es einen Erfolg beim Wettbewerb „Adieu Elterntaxi“. Hierbei ging es darum, den Weg zum Hort ohne Auto zurückzulegen. Der Hort Brehna belegte mit einer Beteiligung von 52,04 Prozent den ersten Platz, gefolgt von den Horten in Zscherndorf und Sandersdorf. Die Auszeichnung wurde am 1. Juni, dem Kindertag, überreicht.