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Salzgitter: Informationstafeln zum KZ-Außenlager gestohlen

Bild vom Platz, wo die Informationstafel war Copyright und Urheber siehe Salzgitter

An einem Gedenkort in Salzgitter sind zwei Informationstafeln verschwunden. Die Stadt sucht nun nach Hinweisen zum Verbleib der Schilder.

In Salzgitter (Niedersachsen) sind zwei Informationstafeln verschwunden. Die Schilder standen an der Friedrich-Ebert-Straße, direkt gegenüber dem Unions-Sportplatz. Ein Bürger bemerkte das Fehlen der Tafeln und gab der Stadt Bescheid.

An dieser Stelle befand sich früher ein KZ-Außenlager. Wo heute ein städtischer Parkplatz ist, standen damals vier Baracken. Zwischen Herbst 1944 und April 1945 waren hier im Schnitt 500 Frauen eingesperrt. Sie mussten in der Rüstungsproduktion arbeiten und stellten Granatenteile her. Ein Teil der Frauen musste den Weg zur Arbeit sogar zu Fuß gehen.

Um an diese Opfer zu erinnern, wurde 1994 ein Findling mit einer Gedenktafel aufgestellt. Seit 2018 gab es zusätzlich die zwei Informationstafeln, die nun gestohlen wurden. Die Texte darauf waren in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv entstanden. Engagierte Bürger pflegen den Ort regelmäßig.

Die Stadt Salzgitter ist Eigentümerin der Tafeln und hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Auch beim Arbeitskreis Stadtgeschichte sorgt der Diebstahl für Bestürzung. Die Verantwortlichen betonen, dass solche Orte wichtig sind, damit die Geschichte sichtbar bleibt – vor allem für die Angehörigen der Opfer.

Die Polizei sucht nun nach den verschwundenen Schildern. Wer weiß, wo die Tafeln sind oder wer etwas gesehen hat, soll sich bei einer Polizeidienststelle in Salzgitter melden. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Salzgitter – zur Originalmeldung

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