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Saarpfalz-Kreis: Alte Küchengeräte in Vitrine ausgestellt

Copyright und Urheber siehe Saarpfalz-Kreis

Im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim gibt es jetzt einen Blick in die Küchen des 19. Jahrhunderts. Die Sammlung zeigt, wie Arbeiterfamilien früher ihren Alltag bewältigten.

In der Taverne des Europäischen Kulturparks Bliesbruck-Reinheim (Saarpfalz-Kreis, Saarland) steht ab sofort eine neue Vitrine. Darin sind Exponate aus der Sammlung von Gunter Altenkirch zu sehen, einem Experten für Volkskunde und Brauchtum. Die Ausstellung zeigt, wie die Menschen in der Region im 19. Jahrhundert gekocht und gelebt haben.

Damals veränderten Bergbau und die Industrie das Leben komplett. Es entstanden viele Arbeiterfamilien, doch die Frauen dort hatten oft ein Problem: Sie waren früher Mägde oder Tagelöhnerinnen gewesen und hatten nie gelernt, wie man richtig kocht. Das durften früher nämlich nur die Bäuerinnen. Deshalb boten viele Betriebe sogenannte Kochschulen an. In diesen Kursen entstanden viele handgeschriebene Rezeptsammlungen, die heute Teil des Museumsfundus sind. Auch die Küchengeräte waren oft selbstgebastelt oder wurden von Händlern aus der Hochwald-Hunsrück-Region verkauft. Unter anderem sind in der Vitrine verschiedene „Gebäßlöffel“ zu sehen.

Landrat Frank John und Bürgermeister Michael Clivot eröffneten die Präsentation am 18. August 2026. Beide betonten, wie wichtig die Arbeit von Gunter Altenkirch ist, um die eigene Geschichte der Region besser zu verstehen. Besonders die Vergangenheit der Gruben- und Hüttenarbeiter sei noch zu wenig bekannt. Landrat John betonte zudem, dass der Kreis die Sammlung nicht nur verwahren, sondern sie immer wieder der Öffentlichkeit zeigen wolle, damit die Alltagsdinge nicht vergessen werden.

Ausgewählt wurden die Stücke von der Kunsthistorikerin Anika Meyer zusammen mit Gunter Altenkirch. Jutta Schwan und Andreas Stinsky vom Kulturmanagement der Kreisverwaltung betreuen das Projekt. Es ist geplant, in Zukunft noch weitere Themen aus der Sammlung zu zeigen.

Die Vitrine ist mit Informationen auf Deutsch und Französisch beschriftet. Besucher können sie während der Öffnungszeiten der Taverne kostenlos anschauen.

Quelle: Saarpfalz-Kreis – zur Originalmeldung

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