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Rudolstadt ist Finalist beim Deutschen Kita-Preis 2026

Copyright und Urheber siehe Rudolstadt

Das lokale Bündnis „Begegnungsraum Rudolstadt“ gehört zu den acht Finalisten eines bundesweiten Wettbewerbs. Fachleute besuchten die Stadt, um die Arbeit vor Ort zu prüfen.

In Rudolstadt (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen) wird gerade versucht, die Bildung für Kinder und Familien auf ein neues Level zu heben. Das Projekt „Begegnungsraum Rudolstadt“ ist in die engere Auswahl für den Deutschen Kita-Preis 2026 gekommen. In der Kategorie für lokale Bündnisse gehört die Stadt nun zu den letzten acht Finalisten in ganz Deutschland.

Die Idee hinter dem Projekt ist simpel, aber effektiv: Kinder sollen nicht nur im Kindergarten lernen, sondern die ganze Stadt als Lernort nutzen. Alles begann im christlichen Kindergarten „Baum des Lebens“. Dort fragte man sich, was die Kinder eigentlich wirklich interessiert. Wenn die Kleinen wissen wollen, wie Kartoffeln wachsen, wird nicht nur ein Buch aufgeschlagen. Stattdessen arbeiten regionale Bauern, Bioläden und Eltern zusammen, um echte Erlebnisse zu schaffen. Auch die Stadtbibliothek mit ihrem Bilderbuchkino oder die KomBus GmbH, die Fahrten zu den Lernorten ermöglicht, machen mit.

Ein wichtiger Teil des Projekts ist die Inklusion. Zusammen mit dem Lebenshilfewerk Weimar-Apolda e.V. gibt es ein Pilotprojekt. Menschen aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung sollen eine Weiterbildung zur Assistenzkraft für Kitas machen. Eine Mitarbeiterin unterstützt den Kindergarten bereits seit über einem Jahr bei der Hauswirtschaft und der Pädagogik.

Um die Chancen auf den Preis zu prüfen, besuchten Fachleute die Stadt. Bei einem Pressegespräch bei der Ankerstein GmbH und einem Workshop am Nachmittag wurde die bisherige Arbeit analysiert. Die Jury schreibt nun einen Bericht über den Besuch. Ob Rudolstadt gewinnt, wird am 26. November 2026 bei einer Gala in Berlin bekannt gegeben, die Barbara Schöneberger moderiert. Insgesamt gibt es bei dem Preis, für den 620 Bewerbungen eingingen, Geldpreise in Höhe von 110.000 Euro.

Für die Familien in der Stadt gibt es bald eine konkrete Gelegenheit, das Projekt kennenzulernen. Am 9. Oktober 2026 findet von 15 bis 18 Uhr im Lesegarten Rudolstadt der Bildungs- und Entdeckungstag „Wir für unsere Umwelt“ statt. Dort können Eltern und Kinder Angebote zu Nachhaltigkeit und Müllvermeidung ausprobieren, etwa beim Basteln oder beim Selbermachen von Haferflocken.

Quelle: Rudolstadt – zur Originalmeldung

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