Rostock: Wilde Jagd mit Opel Corsa und Autodiebstahl
Am Montagnachmittag gegen 14:45 Uhr bemerkten Polizisten im Bereich des Stephan-Jantzen-Rings in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) einen Opel Corsa. Die Beamten kannten den Fahrer bereits aus anderen Einsätzen und wussten, dass er keinen gültigen Führerschein hat. Sie wollten ihn anhalten, doch der 33-jährige Deutsche ignorierte die Signale und flüchtete.
Der Mann raste mit dem Wagen über Grünanlagen und Gehwege zwischen Mehrfamilienhäusern. Die wilde Fahrt endete in der Willem-Barents-Straße bei einem Spielplatz, wo der Opel gegen einen Poller krachte. Danach sprangen der Fahrer und sein 27-jähriger Beifahrer aus dem Auto und rannten zu Fuß weg.
Die Polizei konnte den 33-Jährigen nach wenigen Metern einholen und zu Boden bringen. Dabei wehrte er sich gegen die Beamten. Auch der Beifahrer wurde kurz darauf in seiner Wohnung gefunden. Bei der Durchsuchung des Wagens kam einiges ans Licht: Das Auto war nicht zugelassen und die Kennzeichen waren gestohlen. Zudem fanden die Polizisten im Wagen Drogen und Dinge, die vermutlich gestohlen wurden. Der Fahrer hatte wohl getrunken und stand zudem unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Die Polizei ordnete eine Blutprobe an. Verletzte gab es bei dem Unfall nicht.
Nur wenige Stunden später, gegen 18:30 Uhr, kam es zu einem weiteren Vorfall. Ein Mitarbeiter eines Lieferdienstes meldete, dass sein Toyota Aygo geklaut worden war. Er hatte den Wagen während einer Auslieferung in der Albert-Schweitzer-Straße im Stadtteil Toitenwinkel kurz abgestellt. Der Schlüssel steckte noch im Schloss.
Die Beamten des Reviers Dierkow fanden das Auto kurz darauf nur ein paar Hauseingänge weiter. Zeugen hatten berichtet, dass ein Mann den Wagen dort abgestellt hatte und in eine Unterkunft in der Nähe gegangen war. Dort trafen die Polizisten den 41-jährigen Verdächtigen an. Ein Test ergab, dass der Mann stark betrunken war; er hatte 1,71 Promille im Blut. Das Auto blieb unbeschädigt und konnte dem Besitzer zurückgegeben werden.
Gegen den 41-Jährigen wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr und der unbefugten Nutzung des Autos ermittelt. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.