Rostock: Gestohlene Fahrräder und Drogenfunde
In Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) liefen zwei Fälle von Fahrraddiebstählen am Wochenende anders aus als für die Täter geplant. In einem Fall half eine aufmerksame Mutter ihrem Sohn.
Am Donnerstag, den 27. August, war das Mountainbike des Sohnes einer Rostockerin gestohlen worden. Die Frau gab sofort Anzeige auf. Zwei Tage später machte sie einen Fund: Sie entdeckte das Rad auf einer Online-Plattform zum Verkauf. Sie kontaktierte den Verkäufer und vereinbarte ein Treffen, um das Rad zurückzubekommen. Doch als der Termin anstand, kam nicht die Mutter, sondern die Zivilpolizei der Kriminalpolizei.
Die Beamten nahmen den 34-jährigen deutschen Mann direkt vor Ort fest und stellten das Mountainbike sicher. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten zudem Betäubungsmittel am Mann. Das Fahrrad konnte anschließend an die Familie zurückgegeben werden.
Ein weiterer Vorfall spielte sich im Bahnhofsviertel ab. Am Friedrich-Engels-Platz beobachtete eine Zeugin, wie jemand an einem Damenfahrrad herummanipulierte und es dann wegschob. Die Polizei suchte den Bereich ab und traf dort vier Menschen im Alter zwischen 29 und 49 Jahren. Einer der Männer passte genau zur Beschreibung der Zeugin. Kurz darauf fanden die Beamten das gestohlene Rad in einem Gebüsch in der Nähe.
Die vier Verdächtigen aus Deutschland und Polen streiteten zunächst alles ab. Dann tauchte ein weiterer Zeuge auf, der den Diebstahl mit dem Handy gefilmt hatte. Auf dem Video waren nicht nur alle vier Menschen zu sehen, sondern auch das Werkzeug, mit dem sie das Schloss aufgebrochen hatten.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Hehlerei sowie des besonders schweren Diebstahls. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.