Roggenburg reagiert auf Flyer zu Windkraftanlagen
In Roggenburg (Bayern) tauchten zuletzt Flyer mit der Frage „Windkraftanlagen in Roggenburg?“ auf. Die Gemeindeverwaltung distanziert sich deutlich von diesen Schreiben. Die Flyer wurden weder mit der Gemeinde abgesprochen noch angekündigt. Da die Verantwortlichen hinter den Texten unbekannt sind und nur eine Adresse außerhalb des Ortes angegeben wurde, gibt die Gemeinde zu den Inhalten der Flyer keine Stellungnahme ab.
Bürgermeister Thomas Franke nutzt die Situation nun für einen Sachstandsbericht zur Energiewende. Die Gemeinde prüft derzeit, wie Solarenergie auf Freiflächen und Windkraft genutzt werden können. Auf allen geeigneten eigenen Gebäuden sollen zudem Photovoltaik-Anlagen installiert werden.
Bisher gibt es keine endgültigen Entscheidungen für oder gegen konkrete Windkraft-Projekte. Die Verwaltung befindet sich noch in der Phase der Machbarkeitsanalyse. Der Regionalverband Donau/Iller wird voraussichtlich Windvorrangflächen ausweisen. Deshalb will die Gemeinde nun selbst steuern, wie eine mögliche Umsetzung aussehen könnte. Ziel ist es, zu verhindern, dass auswärtige Investoren nur aus Profitgier Flächen sichern, ohne die Bürger oder die Gemeinde einzubeziehen.
Der Gemeinderat hat für das weitere Vorgehen eine feste Reihenfolge festgelegt. Zuerst müssen die Belange der Bürger sowie der Schutz von Natur und Umwelt gewahrt bleiben. Erst wenn dieser Punkt geklärt ist, wird die Wirtschaftlichkeit geprüft. Nur wenn beide Schritte positiv verlaufen, kann eine Bürgerenergie-Anlage entstehen.
Ein genauer Zeitplan existiert noch nicht, da die Themen komplex sind. Die Gemeinde will die Planung mit unabhängigen Experten angehen. Sobald es belastbare Fakten gibt, ist eine Beteiligung der Bürger geplant.
Quelle: Roggenburg – zur Originalmeldung