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Rinteln: Glasfaser-Ausbau im Süden gestoppt

Viele Bewohner in den südlichen Ortsteilen von Rinteln haben eine schlechte Nachricht per Post erhalten: Das Internet-Netz wird dort nicht wie versprochen ausgebaut.

In den letzten Tagen kam bei vielen Bürgern in Rinteln (Landkreis Schaumburg, Niedersachsen) Post von der Deutschen Glasfaser. Der Inhalt ist enttäuschend: Das Unternehmen will den geplanten Netzausbau in den südlichen Teilen der Stadt nicht weiterführen. Konkret betroffen sind die Gebiete Möllenbeck, Exten, Strücken, Hohenrode, Uchtdorf, Krankenhagen und der Bereich „Auf dem Brink“.

Die Firma begründet diesen Schritt mit wirtschaftlichen Gründen. Sie habe die Kalkulationen noch einmal geprüft und festgestellt, dass sich der Ausbau dort nicht lohnt. Das ist ein Schlag ins Gesicht für viele Anwohner, die bereits Verträge unterschrieben hatten. Diese Verträge kommen nun nicht zur Anwendung. In den nördlichen Ausbaugebieten läuft das Projekt hingegen wie geplant weiter.

Die Stadtverwaltung zeigt sich über den plötzlichen Rückzug verärgert. Die Stadt hatte bereits 2021 eine Kooperationsvereinbarung mit der Firma geschlossen und damit gerechnet, dass das Netz zeitnah in ganz Rinteln verlegt wird. Das Problem dabei: Solche Vereinbarungen sind rechtlich nicht bindend. Die Firma kann also entscheiden, ob und wann sie wirklich baut. Die Stadt Rinteln erfuhr von dem Ausstieg erst, als sie selbst beim Unternehmen nachfragte.

Damit die Menschen im Süden nicht digital abgehängt werden, sucht die Stadt bereits nach einer Lösung. Die Verwaltung ist bereits mit einem anderen Telekommunikationsunternehmen im Gespräch. Dieser neue Partner hat großes Interesse gezeigt, die Gebiete zu übernehmen. Das Unternehmen plant, den Ausbau in Eigenregie zu übernehmen, ohne dass öffentliche Fördergelder fließen müssen.

Die Stadt hat den Vorfall bereits an den Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund sowie den Niedersächsischen Städtetag gemeldet. Außerdem steht die Verwaltung mit dem Wirtschaftsministerium und dem Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen in Kontakt. Die Stadt verspricht, die Bürger über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Quelle: Rinteln – zur Originalmeldung

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