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Rinteln: Feuerwehr warnt vor Unkrautbrennern

Viele Gartenbesitzer nutzen Gasbrenner gegen Unkraut, doch das Risiko für Brände ist hoch. Die Feuerwehr in Rinteln berichtet von immer wieder gleichen Einsätzen.

Unkraut in den Pflasterfugen oder auf der Terrasse ist für viele Hausbesitzer in Rinteln (Landkreis Schaumburg, Niedersachsen) ein echtes Problem. Um die Pflanzen schnell und ohne Rückenprobleme loszuwerden, greifen viele zu Gasbrennern. Diese Geräte erzeugen eine enorme Hitze von 650 bis 1.000 Grad Celsius. Damit ist das Unkraut zwar in Sekunden weg, aber es entstehen große Gefahren.

Stadtbrandmeister Tim Schinz erklärt, dass das Abbrennen von Unkraut oft mit einem Feuerwehreinsatz endet. Jährlich rücken die Retter etwa fünf bis zehn Mal aus, weil solche Brenner Brände ausgelöst haben. Allein im Jahr 2026 passierte das bereits viermal. Oft kommt die Feuerwehr gerade noch rechtzeitig, bevor die Flammen auf Autos oder Wohnhäuser übergreifen. Besonders bei Hitze und Trockenheit reicht ein kleiner Funke für einen Großbrand aus.

Das Tückische ist, dass die Flamme gar nicht direkt etwas berühren muss. Die Hitze allein reicht oft aus, um trockene Hecken oder Pflanzen zu entzünden. Vor allem Thuja- und Lebensbäume brennen wegen ihrer ätherischen Öle extrem schnell. Wenn eine solche Hecke erst einmal brennt, helfen ein Eimer Wasser oder der Gartenschlauch meistens nicht mehr.

Neben der Gefahr gibt es auch finanzielle Risiken. Wer bei Wind oder großer Trockenheit eine offene Flamme nutzt, handelt eventuell grob fahrlässig. In einem solchen Fall könnten Versicherungen die Zahlung verweigern. Zudem ist es eine unnötige Belastung für die Feuerwehrleute, die bei heißen Sommertagen ohnehin schon hart arbeiten müssen.

Die Feuerwehr und die Umweltschutzbeauftragte Josefine Wahl raten deshalb zu anderen Methoden. Sicherer sind mechanische Hilfen wie Bürsten oder Fugenkratzer. Auch Geräte mit Heißluft, Infrarot oder heißem Wasser sind eine bessere Wahl, weil sie ohne offene Flamme auskommen. Am sichersten ist laut Stadtbrandmeister Schinz jedoch das klassische Jäten mit der Hand.

Quelle: Rinteln – zur Originalmeldung

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