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Riesenbärenklau: Gefährliche Pflanze in Kierspe erkennen

Copyright und Urheber siehe Kierspe

Die Herkulesstaude kann schwere Hautschäden verursachen. Die Stadt Kierspe gibt Tipps, wie man die Pflanze erkennt und was im Notfall zu tun ist.

Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, ist eine Pflanze, die oft an Straßenrändern, an Gewässern oder auf Wiesen wächst. Sie ist gefährlich, weil ihr Saft in Verbindung mit Sonnenlicht schwere Hautreaktionen auslösen kann. Es kann zu Rötungen, schmerzhaften Blasen oder Verbrennungen kommen. Die Haut bleibt oft über Wochen oder Monate lichtempfindlich.

Man erkennt die Pflanze an ihrer Größe von zwei bis vier Metern. Der Stängel ist hohl, kräftig und hat rötlich-violette Flecken. Die Blätter sind sehr groß und tief eingeschnitten, die weißen Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Da man sie leicht mit anderen Doldenblütlern verwechselt, sollte man sie im Zweifel nicht berühren. Besonders Kinder sind gefährdet, da sie beim Spielen oft nicht wissen, worum es sich handelt.

Wenn man doch mit dem Saft in Kontakt kommt, sollte man die Stelle sofort mit Wasser und Seife waschen. Danach muss die Haut mindestens 48 Stunden lang konsequent vor der Sonne geschützt werden. Bei Blasen oder starken Reaktionen ist ein Arzt aufzusuchen. Kommt der Saft in die Augen, muss man diese sofort ausspülen und einen Augenarzt aufsuchen.

Wer die Pflanze auf dem eigenen Grundstück entfernen will, muss auf Schutzkleidung achten. Dazu gehören lange, geschlossene Kleidung, flüssigkeitsdichte Handschuhe, feste Schuhe und eine Schutzbrille. Die Pflanze sollte mit der Wurzel entfernt oder 10 bis 15 Zentimeter tief abgestochen werden. Wichtig ist: Blühende Teile gehören nicht auf den Kompost, da sie sich sonst weiter ausbreiten. Man sollte die Entsorgungshinweise des örtlichen Betriebs beachten.

Wer den Riesenbärenklau auf öffentlichen Flächen in Kierspe (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) entdeckt, kann dies der Stadtverwaltung melden. Hilfreich sind dabei der genaue Standort, ein Foto, die Größe des Bestandes und das Datum der Beobachtung. So kann die Stadt prüfen, ob Maßnahmen nötig sind.

Quelle: Kierspe – zur Originalmeldung

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