Richtig mit Wespen und Hornissen umgehen
Im Sommer werden Wespen und Hornissen wieder aktiver. Da viele Menschen Fragen zu den Nestern haben, gibt es nun klare Anweisungen für den richtigen Umgang mit den Tieren.
Besonders wichtig ist der Schutz von Hornissen. Diese stehen unter besonderem Artenschutz. Das bedeutet: Die Nester dürfen nicht zerstört werden, und die Tiere dürfen weder gejagt noch getötet werden. Hornissen sind eigentlich friedlich und greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Da sie keine Süßigkeiten wie Kuchen oder Säfte fressen, stören sie den Alltag kaum.
Wer ein Hornissennest in der Nähe hat, sollte drei Meter Abstand halten und nicht direkt durch die Flugbahn der Tiere laufen. Man sollte sich ruhig verhalten und keine hektischen Bewegungen machen. Da Licht die Tiere anzieht, ist es ratsam, abends und nachts Fenster und Türen geschlossen zu halten. Fliegengitter helfen zusätzlich, die Tiere aus dem Haus fernzuhalten. Wenn doch einmal eine Hornisse ins Haus fliegt, sollte man das Licht löschen und die Fenster weit öffnen. Falls Ausscheidungen aus dem Nest tropfen, hilft eine Kiste mit Katzenstreu unter dem Nest.
In absoluten Ausnahmefällen kann man bei der unteren Naturschutzbehörde beantragen, ein Nest umsiedeln oder entfernen zu lassen. Im Winter, wenn das Volk abgestorben ist, kann das Nest ohne Genehmigung entfernt werden. Für Hilfe gibt es die Hornissenhotline unter 02551 69-1404 oder per Mail an [email protected].
Bei Nestern der Deutschen oder Gemeinen Wespe gilt: Wenn die Tiere nicht an süßen Speisen gelockt werden und das Nest nicht an einem problematischen Ort hängt, kann man oft gut mit ihnen zusammenleben. Auch hier helfen Fliegengitter, Abstand zum Nest und Ruhe. Nur wenn es zu erheblichen Konflikten kommt, darf ein Nest durch eine Fachperson entfernt oder umgesiedelt werden. Das Töten der Tiere ist nur das letzte Mittel.
Freihängende Wespennester an Gebäuden oder Bäumen sind meist harmlos. Diese Wespenarten sind friedlich und interessieren sich nicht für Kuchen. Solange man das Nest nicht erschüttert und die Tiere nicht anpustet oder nach ihnen schlägt, besteht kein Handlungsbedarf. Auch diese Nester können nach dem Ende der Saison im Spätsommer problemlos entfernt werden, da sie nicht wieder besiedelt werden.
Weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite des Kreises Steinfurt unter dem Punkt Hornissen und Co.
Quelle: Ladbergen – zur Originalmeldung