Rheinsberger Rhin ab 14. August für Boote gesperrt
Wer gerne mit dem Kanu oder einem anderen Boot ohne Motor unterwegs ist, muss ab Freitag, dem 14. August 2026, auf den Rheinsberger Rhin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg) verzichten. Das Befahren des Gewässers ist ab diesem Tag nicht mehr erlaubt.
Der Grund dafür ist der sinkende Wasserstand. Es hat zu wenig geregnet und die Sonne hat viel Wasser verdunstet. Das Landesamt für Umwelt und der Gewässerunterhaltungsverband "Oberer Rhin/Temnitz“ haben die Lage beobachtet und festgestellt, dass bald nicht mehr genug Wasser da ist. Wenn die Boote jetzt weiterfahren würden, könnte das den Fluss schädigen.
Um die Situation zu steuern, wird am Wehr an der Obermühle in Rheinsberg die Wassermenge reduziert, die aus der Seenkette in den Rhin fließt. Dadurch sinkt der Pegel an der Obermühle unter die Grenze von 65 Zentimetern. Sobald diese Marke unterschritten wird, greift die Naturschutzverordnung für das Gebiet "Rheinsberger Rhin und Hellberge".
Das Naturschutzgebiet ist mit rund 978 Hektar riesig. Es dient als wichtiger Rückzugsort für wilde Tiere. Vor allem Greif-, Wasser- und Watvögel brüten hier. Außerdem nutzen Fische, darunter auch besonders geschützte Arten, das Gewässer zum Wandern und Laichen. Genau diesen Lebensraum will die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises OPR schützen.
Wie lange die Sperrung genau dauert, steht noch nicht fest. Die Befahrung ist bis auf Weiteres untersagt.
Quelle: Neuruppin – zur Originalmeldung